Wein aus der Lausitz galt lange als Kuriosität, inzwischen füllt er ein ganzes Festwochenende. Das 5. Branitzer Weinfest findet am 29. und 30. August im historischen Bürgergarten am Marstall statt. Zwölf Weingüter stellen sich vor, wie die Stiftung Fürst-Pückler-Museum mitteilt.
Branitzer Weinfest zeigt Weine aus drei Regionen
Die vertretenen Güter stammen aus der brandenburgischen, der sächsischen und der polnischen Lausitz. Die Stiftung spricht von einer Rarität, die dank des Klimawandels immer besser werde und auf dem Weg zu einer eigenen Kulturmarke sei.
Damit knüpft das Fest zugleich an die Zeit von Fürst und Fürstin Pückler an, in der der Bürgergarten bereits ein Ort des Genusses war. Als Gesprächspartnerin für die Region ist unter anderem Dr. Christine Gernert vom Weingut Gutshaus Schorbus angekündigt.
Jubiläum für Fürstin Lucie
Das Weinfest 2026 steht zugleich im Zeichen eines Jubiläums: Fürstin Lucie Pückler wäre in diesem Jahr 250 Jahre alt geworden. Das Programm greift das an mehreren Stellen auf, etwa mit einer feierlichen deutsch-polnischen Festtafel in der Pergola.
Dazu kommt ein deutsch-polnischer Kochkurs im Kavalierhaus mit Chefkoch Tim Sillack. Beide Formate setzen bewusst auf die Nachbarschaft zu Polen.
Hutwettbewerb und Knigge-Kurse
Für Unterhaltung sorgt ein offener Hutwettbewerb, bei dem die kreativsten Hüte prämiert werden. Stündlich finden zudem Knigge-Kurse im Kavalierhaushof statt. Wer es ruhiger mag, kann Yoga im Pleasureobstgarten ausprobieren oder eine traditionelle Gondelfahrt zur Pyramide unternehmen.
Musikalisch treten unter anderem die Dresdner Salondamen, Die Guitarreros und Muzet Royal auf. Das Branitzer Weinfest verbindet damit Verkostung, Kultur und Parkbesuch an einem Ort.
Öffnungszeiten am Festwochenende
Vorab lädt die Stiftung am 18. August zu einem Pressetermin an der Goldenen Treppe, bei dem Organisatoren und Winzer für Fragen bereitstehen. Insofern dürften bis zum Festwochenende noch weitere Programmdetails bekannt werden.
Geöffnet ist am Samstag, 29. August, von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag, 30. August, von 12 bis 19 Uhr. Weitere Informationen stellt die Stiftung auf ihrer Internetseite bereit. Zu Eintrittspreisen machte sie in ihrer Mitteilung keine Angaben.
Foto: NIEDERLAUSITZ aktuell (Archiv)
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