Brandenburg hat 2025 unterm Strich Einwohner durch Zuzug gewonnen – doch die Lausitz gehört zu den Verlierern. Das geht aus den neuen Wanderungszahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor.
Wanderungsgewinn für das ganze Land
Bei den Wanderungen in Brandenburg standen 2025 rund 82.399 Zuzügen 65.774 Fortzüge gegenüber. Daraus ergibt sich ein Wanderungsgewinn von 16.625 Personen. Getragen wird er vor allem von der Nettozuwanderung aus dem Ausland mit einem Plus von 7.579 Personen sowie aus Berlin mit einem Plus von 12.452 Personen. Zum Vergleich: Berlin selbst verzeichnete einen Wanderungsgewinn von 19.698 Personen, 27 Prozent weniger als im Vorjahr – ein Teil der Abwanderung aus der Hauptstadt ging nach Brandenburg. Der Zuzug aus Berlin bleibt damit ein wichtiger Motor für das Umland.
Barnim und Dahme-Spreewald vorn
Die größten Zuwächse verzeichneten die Landkreise Barnim mit plus 716 und Dahme-Spreewald mit plus 687 Personen. Beide profitieren von ihrer Nähe zu Berlin. Dahme-Spreewald gehört zugleich zum Verbreitungsgebiet der Region – der Zuzugssog aus der Hauptstadt reicht also bis an die nördliche Niederlausitz heran.
Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz verlieren am meisten
Am anderen Ende der Skala stehen ausgerechnet zwei Lausitzer Kreise: Spree-Neiße verlor per Saldo 1.061 und Oberspreewald-Lausitz 1.049 Einwohner. Damit gehören sie zu den Regionen mit den stärksten Wanderungsverlusten im Land. Das Bild deckt sich mit der jüngsten Bevölkerungsprognose, die der Lausitz bis 2040 die deutlichsten Rückgänge vorhersagt.
Zuzug reicht nicht gegen das Geburtendefizit
Trotz des Plus bei den Wanderungen in Brandenburg sank die Einwohnerzahl des Landes 2025 erstmals seit 2013 – um rund 4.858 Personen oder 0,2 Prozent. Grund ist, dass mehr Menschen starben als geboren wurden und die Wanderungsgewinne zugleich zurückgehen. Der Zuzug konnte das Geburtendefizit somit nicht ausgleichen. Damit endet eine lange Phase, in der Zuwanderung die Verluste noch aufgefangen hatte.
Was die Zahlen für die Lausitz bedeuten
Die Wanderungen in Brandenburg zeichnen ein zweigeteiltes Bild: Das Berlin-nahe Umland mit Kreisen wie Dahme-Spreewald wächst, während die ländlich geprägte Lausitz Menschen verliert. Für die Region verschärft das den Wettbewerb um Fachkräfte und den Erhalt von Infrastruktur. Es zeigt zugleich, wie wichtig Zuzug und das Halten junger Menschen für die Zukunft Südbrandenburgs sind.
Symbolbild: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg / NL aktuell
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Red. / Presseinformation





