Fußgänger und Radfahrer in Luckau können aufatmen: Am 26. Juni wurde der neue Geh- und Radweg an der L 52 – Lübbener Straße offiziell freigegeben, wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilt. Der Radweg in Luckau schließt eine Lücke von 860 Metern.
Lückenschluss zwischen den Autohäusern der Stadt
Der neue, 2,5 Meter breite Weg verläuft zwischen dem Autocenter Hannuschke im Süden und dem Autohaus Schwadtke im Norden. Seit 2023 begleitet der Landkreis das Projekt der Stadt Luckau: Zunächst wurden Fördermittel für Planungsleistungen bewilligt, 2024 folgte die Förderung für die übrigen Planungen und den Bau. Bürgermeister Gerald Lehmann bedankte sich bei der Einweihung ausdrücklich für die Zusammenarbeit mit dem Landkreis.
Kreisstrukturfonds fördert bis zu 80 Prozent
Unterstützt wird das Vorhaben aus dem Kreisstrukturfonds des Landkreises Dahme-Spreewald. „Das ist einzigartig in Deutschland“, erläutert Annett Lehmann, Sachgebietsleiterin der Bauleit- und strategischen Planung: Nur wenige Landkreise verfügten über eine solche Fördermöglichkeit für den kommunalen Radwegebau. Die Kommunen können sich bis zu 80 Prozent der Gesamtausgaben fördern lassen.
Insgesamt bewilligte der Landkreis für den Radweg in Luckau bislang Mittel in Höhe von 497.896 Euro. Hinzu kommen Mehrkosten von 73.240 Euro, die durch gestiegene Baukosten entstanden sind – der Kreistag stimmte ihnen am 1. Juli einstimmig zu.
Mehr Sicherheit auf dem Weg nach Lübben
Mit dem Lückenschluss an der Landesstraße verbessert sich die Situation für alle, die zwischen Innenstadt und dem nördlichen Stadtrand zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind – bisher mussten sie auf diesem Abschnitt ohne separaten Weg auskommen. Informationen zum Kreisstrukturfonds und zu weiteren geförderten Projekten veröffentlicht der Landkreis unter www.dahme-spreewald.de.
Für Luckau ist der neue Weg mehr als ein Stück Asphalt: Die Lübbener Straße ist eine der Hauptausfallstraßen der Stadt in Richtung Norden, entsprechend viele Menschen sind dort täglich zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs – bislang ohne durchgehende, sichere Führung. Gerade für Schulkinder und ältere Verkehrsteilnehmer bedeutet der Lückenschluss einen spürbaren Sicherheitsgewinn.
Der Kreisstrukturfonds steht auch anderen Kommunen im Landkreis offen: Städte und Gemeinden können Fördermittel für eigene Radwegeprojekte beantragen und so Vorhaben stemmen, die aus dem kommunalen Haushalt allein kaum finanzierbar wären. Der Landkreis versteht das Programm als Beitrag, den Alltagsradverkehr abseits der touristischen Routen zu stärken.
Fertiggestellt wurde der Weg von der Richard Schulz Tiefbau GmbH & Co. KG, die Planung lag bei Voigt-Ingenieure. Zur Einweihung kamen neben Bürgermeister Lehmann auch Vertreter des Landkreises, der Baufirmen und der Stadtverordnetenversammlung – ein sichtbares Zeichen, welchen Stellenwert das vergleichsweise kleine Projekt für die Stadt hat.
Weitere Radwegeprojekte im Landkreis sind bereits in Vorbereitung – die Nachfrage der Kommunen nach den Fördermitteln ist nach Kreisangaben ungebrochen hoch.
Die Freigabe erfolgte planmäßig noch vor Beginn der Sommerferien – rechtzeitig zur Hauptsaison für den Radverkehr.
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Foto: Thomas Racinowski/Stadt Luckau
Red. / Presseinformation







