Unter dem Motto „Bass statt Hass“ zieht die Nachttanzdemo Cottbus am Samstag, dem 18. Juli 2026, mit vier Musikwagen durch die Stadt. Nach Angaben des Veranstalterbündnisses starten Demozug und anschließendes Open-Air auf dem Zentralcampus der BTU Cottbus-Senftenberg.
Vier Musikwagen starten auf dem BTU Zentralcampus
Los geht es um 16:30 Uhr in der Konrad-Wachsmann-Allee mitten auf dem Zentralcampus, Treffpunkt ist bereits ab 16 Uhr. Von dort zieht die Nachttanzdemo einmal quer durch die Stadt – mit Zwischenstopps unter anderem an der Puschkinpromenade, auf dem Sandow-Fest, dem Altmarkt und am Stadtforum. Gegen 20 Uhr soll der Demozug wieder auf dem Campus ankommen.
Hinter der Veranstaltung steht nach eigenen Angaben ein Bündnis aus gut einem Dutzend Vereinen, Kollektiven und Akteuren der Cottbuser Kulturszene – darunter der Club Chekov mit der Galerie Fango, das KünstlerInnenkollektiv Kraftwerk Sonne, das Overtribe-Soundsystem und das Urknall-Kollektiv. Redebeiträge kündigen unter anderem das Netzwerk „Sichere Orte“, Unteilbar Südbrandenburg und das Cottbuser Regenbogenkombinat an.
United Underground verlängert den Abend als Open Air

Zurück auf dem Zentralcampus wird aus der Demonstration ein Festival: Beim Open-Air „United Underground“ werden die Musikwagen von 20 Uhr bis 1 Uhr nochmals zu Dancefloors. Wer danach weiterfeiern möchte, kann das nach Angaben der Organisatoren bis 4 Uhr bei der Aftershowparty im Muggefug; auch der Lehmbau e. V. öffnet als weitere Location.
Mehr als 30 Kulturbeiträge von DJs bis Dragshow
Für das Programm sorgen laut Pressemitteilung vor allem lokale DJs, dazu kommen die Tanzgruppe „Cottbus Beats“, eine Dragshow mit Artists aus Berlin und ein sorbischer Videomapping-Künstler. Auch Kinder sind willkommen – für sie soll es Gesichtsbemalung und Wasserpistolen geben.
Mit der Demonstration will das Bündnis nach eigenen Angaben ein friedliches und tanzbares Zeichen für eine weltoffene Stadtgesellschaft und eine tolerante Lausitz setzen. „Die überwältigende Anzahl der Beteiligten zeigt, welche kulturelle Vielfalt Cottbus zu bieten hat – genau dafür sind wir die Plattform. Besonders jungen Menschen und Studierenden möchten wir verdeutlichen: Das Bleiben in unserer schönen Stadt lohnt sich“, erklärt Alexander aus dem Organisationsteam der Nachttanzdemo.
Weitere Akteure seien eingeladen, sich kurzfristig anzuschließen. Aktuelle Informationen veröffentlicht das Bündnis auf Instagram unter nachttanzdemo_cottbus.

Die Nachttanzdemo hat in Cottbus Tradition: Schon in den 2010er-Jahren zogen tanzende Demonstrationszüge mehrfach durch die Stadt, zuletzt 2017 unter dem Motto „Für das Bleiben“. Mit der Neuauflage will das Bündnis nach eigenen Angaben auch den Studierendenkosmos enger mit der städtischen Kulturszene verknüpfen.
Gemeinsam wolle das Bündnis zeigen, welche vielfältigen Freiräume junge Menschen in Cottbus haben, um sich kulturell zu engagieren und das städtische Leben aktiv mitzugestalten, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das Motto „Bass statt Hass“ sei dabei nicht nur Slogan, sondern Haltung: Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung wolle man ein lautes, friedliches und tanzbares Zeichen für eine tolerante Lausitz setzen, der Ausgrenzung keinen Platz bietet.
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Foto: lichtmast84
Red. / Presseinformation







