Das zurückliegende Hitzewochenende hat Rettungsdienst und Feuerwehr in der Lausitz deutlich stärker als gewöhnlich gefordert. Wie die Stadt Cottbus mitteilte, lag das Einsatzaufkommen rund 40 Prozent über dem Durchschnitt eines vergleichbaren Wochenendes. Allein innerhalb von zwei Tagen gingen fast 3.000 Notrufe in der Integrierten Regionalleitstelle Lausitz ein.
Hitzewochenende in der Lausitz sorgt für deutlich mehr Einsätze
Nach Angaben der Stadt Cottbus verzeichnete die Integrierte Regionalleitstelle Lausitz zwischen Freitagmorgen, dem 26. Juni, und Sonntagmorgen, dem 28. Juni 2026, insgesamt 2.916 eingehende Notrufe. Laut Leitstellenleiter Ingolf Zellmann lag die Einsatzbelastung damit rund 40 Prozent über dem Durchschnitt eines vergleichbaren Wochenendes.
Vor allem der Rettungsdienst war durch die hochsommerlichen Temperaturen stark gefordert. Mehr als 60 Einsätze standen nach Angaben der Leitstelle vermutlich in direktem Zusammenhang mit der Hitze. Die Einsatzkräfte rückten unter anderem zu Kreislaufbeschwerden, Ohnmachtsanfällen sowie witterungsbedingten Stürzen aus.
Brände, Badeunfälle und Fahrbahnschäden beschäftigen Feuerwehr
Auch die Feuerwehren mussten zahlreiche zusätzliche Einsätze bewältigen. Neben mehreren Wald-, Feld- und Ödlandbränden wurden die Einsatzkräfte unter anderem zu Badeunfällen, umgestürzten Bäumen auf Straßen, Rauchentwicklungen an landwirtschaftlichen Maschinen sowie Fahrbahnschäden infolge der hohen Temperaturen alarmiert.
Die Hitze belastete dabei nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Einsatzkräfte selbst. Nach Angaben der Stadt liefen die Klimaanlagen in den Rettungswagen dauerhaft an ihrer Leistungsgrenze. Am Standort der Integrierten Regionalleitstelle wurden zeitweise sogar 42,9 Grad Celsius im Schatten gemessen.
Keine Engpässe trotz außergewöhnlicher Belastung
Trotz des außergewöhnlich hohen Einsatzaufkommens kam es laut Stadt zu keinen Engpässen bei Rettungswagen, Personal oder den Krankenhauskapazitäten. Sämtliche Einsätze konnten planmäßig abgearbeitet werden.
Leitstellenleiter Ingolf Zellmann zog dennoch eine klare Bilanz. Eine gute Vorbereitung auf extreme Wetterlagen sowie die frühzeitige Sensibilisierung der Bevölkerung seien entscheidend. Gleichzeitig hob er die enge Zusammenarbeit zwischen Leitstelle, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen hervor, die sich während des Hitzewochenendes bewährt habe.
Die Stadt Cottbus appelliert deshalb an die Bevölkerung, künftige Hitzewarnungen ernst zu nehmen und sich rechtzeitig auf hohe Temperaturen vorzubereiten.
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Red. / Presseinformation




