Der Flughafen BER hat seine CO2-Emissionen 2025 nach eigenen Angaben um rund 51 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2010 gesenkt und als nach eigener Darstellung erster Flughafen in Deutschland das Level 4 der Airport Carbon Accreditation erreicht. Das geht aus dem Geschäftsbericht der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hervor.
BER Klimaschutz 2025: Emissionen sinken um die Hälfte
Für das Geschäftsjahr 2025 konnten die CO2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2010 nach Angaben der Flughafengesellschaft um etwa 51 Prozent reduziert werden. Berücksichtigt sind dabei Herkunftsnachweise des Umweltbundesamtes für extern bezogenen Strom. Als Bezugsgröße gelten die CO2-Emissionen an den ehemaligen Flughafenstandorten Schönefeld und Tegel.
Das erklärte Ziel der FBB ist ein CO2-neutraler Betrieb bis spätestens 2045 innerhalb der Geltungsbereiche Scope 1 und Scope 2. Bereits bis 2030 soll sich der CO2-Ausstoß mehr als halbieren. Die Emissionen im direkten Einflussbereich der Flughafengesellschaft lagen 2025 nach Angaben des Unternehmens bei 17.501 Tonnen CO2.
Level 4 der Airport Carbon Accreditation erreicht
Zum Jahreswechsel 2025/2026 erreichte der BER nach eigenen Angaben als erster Flughafen in Deutschland das Level 4 der Airport Carbon Accreditation. Mit dem Aufstieg von Level 3 erfüllt die Flughafengesellschaft laut Bericht deutlich umfangreichere Anforderungen, darunter einen Carbon-Management-Plan mit langfristigen Meilensteinen und die Einbeziehung vor- und nachgelagerter Emissionen.
„Im Schulterschluss mit unseren Partnern am BER übernehmen wir Verantwortung für die konsequente Reduzierung von CO2-Emissionen im Flughafenbetrieb“, erklärt Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. „Das gemeinsame Ziel aller deutschen Verkehrsflughäfen ist klar: ein CO2-neutraler Flughafenbetrieb bis spätestens 2045.“
Solarstrom und LED-Technik am Standort
Im Laufe des Jahres 2025 nahm die Flughafengesellschaft ihre ersten vier eigenen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 2,6 Megawatt-Peak in Betrieb, unter anderem auf den Dächern mehrerer Parkhäuser. Zwei weitere Freiflächenanlagen mit einem Leistungspotenzial von 5,8 Megawatt-Peak sind beauftragt. Für die gesamte Photovoltaik erwartet das Unternehmen ab 2027 einen jährlichen Stromertrag von rund 8,3 Millionen Kilowattstunden.
Zur Energieeffizienz trägt nach Angaben der FBB auch die Umstellung auf LED-Technik bei. Der 2025 abgeschlossene Austausch der Deckenbeleuchtung im Terminal 1 soll jährlich rund eine Million Kilowattstunden Strom einsparen. Auf dem Vorfeld ging zudem im Mai 2025 ein neuer Ladehub für Busse, Großgeräte und Pkw in Betrieb.
Schallschutz und regionales Engagement
Neben dem Klimaschutz verweist die Flughafengesellschaft auf Maßnahmen beim Lärmschutz. Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren konnten zehntausende Haushalte rund um den BER Schallschutzmaßnahmen beantragen. Die Antragsfrist endete im November 2025, insgesamt gingen nach Angaben der FBB fast 23.000 Anträge ein.
Darüber hinaus unterstützte das Unternehmen 2025 nach eigenen Angaben mehr als 100 gemeinnützige Organisationen in der Nachbarschaft des Flughafens, darunter 45 Sportvereine.
Dieser Beitrag schließt unsere Reihe zum BER Geschäftsbericht 2025 ab. Zuvor erschienen sind unsere Teile zu den Finanzen des BER sowie zu Verkehr und Service am Flughafen.
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