Die „Kahrener Kolbenklopfer“ haben ihr Ziel erreicht: Nach insgesamt 1.817 Kilometern sind die fünf Mofa-Fahrer aus dem Cottbuser Ortsteil Kahren auf Mallorca angekommen. Seit dem 10. Mai waren die Männer mit ihren Mopeds unterwegs und legten die Strecke über Frankreich bis zur Mittelmeerinsel weitgehend ohne größere technische Probleme zurück. Wie Stefan Hanke berichtete, führte die Reise unter anderem entlang der Côte d’Azur, wo die Gruppe vor allem die Landschaft und die Offenheit der Menschen beeindruckte. Auf Campingplätzen seien die ungewöhnlichen Fahrzeuge immer wieder Gesprächsthema gewesen, sodass die Fahrer gar als „Botschafter früherer DDR-Technik“ auftraten. Nach der Überfahrt per Fähre erreichten die Männer schließlich El Arenal, wo nun einige Tage Erholung anstehen, bevor die Rückreise Richtung Lausitz beginnt. Die Heimkehr in Kahren wird für den späten Nachmittag des Pfingstmontags erwartet.
Kahrener Kolbenklopfer nach 1.817 Kilometern in Mallorca angekommen
Fünf Mofa-Enthusiasten aus Kahren waren seit Sonntag, dem 10. Mai auf ihren kleinen Feuerstühlen mit dem Ziel Mallorca unterwegs. Inzwischen hat das Quintett die Mittelmeerinsel erreicht, wo ein paar Tage Erholung anstehen. Von den Aktualitäten vor der Rückkehr in die Lausitz berichtet der „chef de mission“ Stefan Hanke.
Guten Abend Stefan, darf ich schon zum Absolvieren der Gesamtstrecke gratulieren?
Ganz stolz kann ich Dir mitteilen: Ja, wir sind in El Arenal angekommen nachdem wir auch die letzten Teilstücke absolviert haben. Jetzt sind wir glücklich, aber auch zufrieden, weil uns unsere Mofas zuverlässig bis hierhergebracht haben. Von den kleinen Pannen, die offenbar dazugehören, mal abgesehen. Aber wir haben alles unterwegs reparieren können, es gab keine großen Ausfälle.
Vor Eurer Ankunft auf der spanischen Insel seid ihr durch die Côte d’Azur gereist, wie hat euch diese malerische Gegend gefallen?
Mit einem einzigen Wort: „Wunderschön“. Wir haben eine traumhafte Landschaft durchquert. Haben dabei eine tolle Vegetation in der kennengelernt und im Hintergrund die Ausläufer der Alpen bewundern können. Diese Gegend animiert wirklich, dorthin auch mal eine längere Reise zu machen.
… weil auch die Leute so nett sind, wie Du es letztens schon hervorgehoben hattest?
Tatsächlich, sie waren alle so unglaublich offen, kommunikativ, angenehm neugierig und damit ganz großartige Gastgeber. Auf dem letzten Campingplatz in Puyloubier war die Verwalterin des Platzes höchst interessiert. Sie wollte alles wissen von den Mopeds, die sie erstmalig direkt vor der Nase hatte. Selbst zur Geschichte der SL1 haben wir mit Händen und Füßen berichtet. So waren wir plötzlich in der Rolle von Botschaftern früherer DDR-Technik. Von diesem Zeltplatz waren es nur noch 70 Kilometer bis Toulon, wo wir dann auf die Fähre nach Mallorca gestiegen sind.

Dort begann die letzte Etappe auf dem Weg nach El Arenal …
Allerdings mit Verzögerung, denn die Fähre hatte überraschend in Menorca eine Zwischenstation eingelegt. Mit dem Effekt, dass unsere Frauen und Freundinnen etwas Geduld haben mussten, bis wir sie in Alcudia verspätet in die Arme nehmen konnten.
Von Alcudia waren es ja noch einige Kilometer bis runter nach El Arenal. Sitze für Mitfahrer gibt es ja auf Euren Mofas nicht …
Nein, damit konnten wir nicht dienen. Aber die Mädels haben in unserem Begleitfahrzeig Platz genommen, in dem sie mit Hilfe eines Freundes, der uns auch am Hafen begrüßt hatte, gen Süden gelenkt wurden. Was aber besonders war, dass unser bewährter Fahrer Michael, der bis dahin unseren Begleitwagen gesteuert hatte, die letzten 70 Kilometer mit unserer Erstrazmaschine absolviert hat. Seine Worte bei der Ankunft kann ich gern wiedergeben, weil es am Ziel sagte „Mir haben die 70 Kilometer absolut gereicht. Jetzt kann ich gut einschätzen, was ihr seit dem 10.Mai mit dieser Meisterleistung geleistet hat. Mir tut schon nach 70 Kilometern schon alles weh“.
Womit Michael euch schon seine Anerkennung gab. Nach diesem Lob ließ es sich doch sicher im Bierkönig oder egal wo gut feiern, oder?
Das haben wir uns auch tatsächlich gegönnt, wobei die Party nicht unser eigentliches Ziel war. Wir wollten nach der Rom-Reise des Vorjahres nur etwas Ähnliches in Angriff nehmen. Und siehe da, es hat geklappt. Nun freuen wir uns alle schon wieder auf die Heimat.
Beschreibe bitte noch kurz wann ihr in Kahren zurück seid…
Wir haben unsere Mopeds schon im Anhänger unseres Begleitfahrzeuges eingeschachtelt. Unser Abfahrtstermin mit der Fähre ist am Pfingstsamstag am Abend um 21.30 Uhr. Von Mallorca geht’s nach Barcelona. Wir Männer werden alle im Begleitwagen sitzen, die Ruhe genießen um dann am Pfingstmontag am späten Nachmittag daheim anzukommen. Da es ein Feiertag ist, bin ich schon recht sicher, dass der ein oder andere an der Straße steht, um uns zu begrüßen.

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Red. / Georg Zielonkowski



