Die Kahrener Kolbenklopfer sind auf ihrer Simson-Tour nach Mallorca inzwischen in Frankreich angekommen. Unterwegs gab es technische Probleme, eine Reifenpanne und sogar eine Polizeikontrolle bei Mannheim. Trotzdem liegt die Gruppe weiter im Zeitplan Richtung El Arenal.
Kahrener Kolbenklopfer geraten bei Mannheim in Polizeikontrolle
Fünf Mofa-Enthusiasten aus Kahren haben sich an den vergangenen Tagen auch von mancher Überraschung nicht aus dem Tritt bringen lassen und sind nach dem Überschreiten der Grenze zu Frankreich weiterhin auf Kurs El Arenal. Die Einzelheiten der letzten beiden Tage schildert der „chef de mission“ Stefan Hanke.
Guten Abend Stefan, wo erwische ich Euch gerade?
Wir machen gerade in Colmar Station, das heißt, wir sind schon in Frankreich angekommen, quasi auf der anderen Rheinseite. Wir haben hier einen sehr schönen Campingplatz und können gut entspannen nach den Besonderheiten der beiden letzten Tage.
Was sich recht spannend anhört …
Das kann man genauso beschreiben, denn mich hatte die Pannenhexe fest im Griff. Da das Kompressionsventil, das ja für den Startvorgang wichtig ist, nicht mehr geschlossen hat, war eine größere Reparatur mit dem Tausch des Zylinderkopfes nötig. Als es dann weiterging hat sich der Vergaser gemeldet, also musste wieder ein unfreiwilliger Halt mit Vergaserreinigung eingelegt werden.

Hier bei uns in der Lausitz hatten wir am Himmelfahrtstag ein für Herrentags-Ausflüge kein gutes Wetter mit Kälte, Regen und Wind. Wie habt ihr den Tag erlebt?
So schlimm war es bei uns nicht, aber es war auch nicht gerade ideal. Was schön war, dass am Feiertag die Straßen frei waren. Ganz selten haben wir Ausflügler oder Männer mit den Bollerwagen gesehen, viele hat offenbar das Wetter abgehalten. Uns war es recht, zumal Himmelfahrt 2026 bei uns doch völlig anders in den anderen Jahren abgelaufen ist.
Kommt ihr eigentlich bei den Stopps oder an den Etappenzielen oft mit Neugierigen in Kontakt?
Man staunt, denn das hält sich in Grenzen. Meistens interessieren sich die Leute mehr für unsere Mopeds, die ja einen gewissen Seltenheitswert haben. Nach dem „wo kommt ihr her“ und „wo wollt ihr hin“ fragt man dagegen nicht so oft. Aber zwei Herren wollten von Amts wegen alles ganz genau wissen. Uns haben nämlich in der Nähe von Mannheim Polizisten angehalten. Die hatten irgendwas am Versicherungszeichen von Marcels Mofa auszusetzen, weil er eine Klarsichtfolie drüber gespannt hatte. Aber alles hat sich schnell aufgeklärt und so hatten wir noch ein nettes Gespräch mit den Ordnungshütern, die trotz ihres Diensteifers unglaublich nett und freundlich waren. Schön war auch die Hilfeleistung eines Anwohners zu erleben, als Christopher knapp zehn Kilometer vor unserem heutigen Tagesziel eine Reifenpanne hatte. Da kam ein Anwohner aus seinem Hof mit Luftpumpe und Flickzeug angelaufen und hat beim Reifen wechseln gleich selbst mit Hand angelegt.

In welche Richtung werdet ihr morgen starten?
Es geht für uns weiter in Richtung Lyon. Also in Richtung Süden, doch auf die große Wärme werden wir wohl trotzdem noch ein paar Tage warten müssen, die Prognose sagt auch weiterhin wechselhaftes und eher unfreundliches Wetter voraus, leider!
Gespräch: Georg Zielonkowski
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Red. / Georg Zielonkowski



