An der MUL-CT in Cottbus soll die Vorbereitung auf MRT-Untersuchungen für Kinder künftig deutlich kindgerechter ablaufen. Wie das Uniklinikum mitteilte, kommt dafür ab sofort ein sogenannter „MiniTOM Kids“ in der Kinderklinik zum Einsatz. Das Gerät ermöglicht es jungen Patientinnen und Patienten, den Ablauf einer MRT-Untersuchung spielerisch kennenzulernen und sich frühzeitig mit der Situation vertraut zu machen. Ziel soll es sein, Ängste und Unsicherheiten vor den oft belastenden Untersuchungen zu reduzieren und den Klinikalltag für Kinder und ihre Familien zu erleichtern. Möglich wurde die Anschaffung durch eine Spende, mit der das Angebot in der Lausitz weiter ausgebaut werden soll.
Spielerische Vorbereitung auf MRT-Untersuchungen
Wie die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem mitteilt, steht in der Kinderklinik ab sofort ein „MiniTOM Kids“ des Herstellers Siemens Healthineers zur Verfügung. Das Gerät funktioniert wie ein Miniatur-MRT und soll Kindern ermöglichen, den Ablauf einer Untersuchung spielerisch nachzuvollziehen. Demnach können Kinder beispielsweise Kuscheltiere oder Puppen durch die Röhre bewegen und so nachvollziehen, was während einer MRT passiert. Ergänzt wird das Angebot durch einen Bildschirm und eine App, die altersgerecht erklären, wie die Untersuchung funktioniert und warum sie für Diagnostik und Behandlung notwendig ist.
Weniger Angst und weniger Belastung
Nach Angaben des Klinikums sollen durch die frühzeitige Vorbereitung Ängste reduziert und Untersuchungen erleichtert werden. Ziel sei es auch, in bestimmten Fällen Sedierungen oder Narkosen zu vermeiden. Gerade für Kinder mit schweren Erkrankungen könne dies eine zusätzliche Entlastung darstellen. Das Angebot richtet sich nicht nur an krebskranke Kinder. Laut MUL – CT soll der „MiniTOM Kids“ auch im Rahmen des Teddykrankenhauses eingesetzt werden, um bereits bei jüngeren Kindern Berührungsängste mit medizinischen Untersuchungen abzubauen.
Spende ermöglicht neues Angebot
Möglich wurde die Anschaffung durch den Verein Cancel Cancer e.V., der sich bundesweit für die Unterstützung der Kinderkrebsforschung engagiert. Der Verein finanziert nach eigenen Angaben Projekte, die den Klinikalltag für junge Patientinnen und Patienten erleichtern. Die Finanzierung des Geräts wurde unter anderem durch Spendenaktionen ermöglicht. Die MUL – CT verweist darauf, dass sie zu den wenigen Kliniken in Deutschland gehört, die ein solches Gerät nutzen können.
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Red. / Presseinformation
Bild: MUL-CT










