Am Flughafen Berlin Brandenburg hat eine umfangreiche Übung zur Bewältigung eines medizinischen Ernstfalls stattgefunden, bei der der Umgang mit einem hochinfektiösen Passagier trainiert wurde. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilte, probten rund 50 Einsatzkräfte gemeinsam mit Flughafenfeuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Beteiligten den kompletten Ablauf von der Alarmierung über die Einrichtung eines Medical Assessment Centers bis hin zum Transport in die Sonderisolierstation der Berliner Charité. Im Fokus standen dabei die schnelle Lagebewertung, Schutzmaßnahmen, Kommunikation sowie die Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Die Übung wurde unter realitätsnahen Bedingungen mit Unterstützung von easyJet durchgeführt und umfasste erstmals den gesamten Ablauf über alle beteiligten Schnittstellen hinweg. Laut Landkreis sollen die gewonnenen Erkenntnisse nun ausgewertet und in bestehende Einsatzpläne integriert werden, um den Gesundheitsschutz für Reisende und Personal weiter zu verbessern.
IGV-Übung am BER testet Abläufe im Ernstfall
Am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ist eine sogenannte IGV/HCID-Übung durchgeführt worden. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilt, wurde dabei der Umgang mit einem hochinfektiösen Passagier simuliert. Beteiligt waren das Gesundheitsamt des Landkreises, die Flughafenfeuerwehr, das Notfallmanagement des Flughafens sowie der Rettungsdienst Dahme-Spreewald. Unterstützung kam unter anderem von easyJet und weiteren Partnern.
Nach Angaben des Landkreises begann die Übung mit einer Alarmmeldung über einen erkrankten Passagier an Bord eines Flugzeugs. Anschließend wurden alle vorgesehenen Abläufe unter realistischen Bedingungen durchgespielt. Dazu gehörte unter anderem die Einrichtung eines sogenannten Medical Assessment Centers am Flughafen. Auch die Registrierung der Fluggäste sowie die Organisation des Krankentransports wurden praktisch erprobt.

Zusammenarbeit und Kommunikation im Fokus
Im Mittelpunkt der Übung stand laut Pressemitteilung die schnelle Einschätzung der Lage sowie die Einleitung geeigneter Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Stellen intensiv trainiert. Dazu zählten die Kommunikation zwischen Einsatzkräften, die medizinische Erstversorgung sowie die Isolierung betroffener Personen.
Ein weiterer Bestandteil war die Kontaktnachverfolgung möglicher Kontaktpersonen. Auch der Transport eines hochinfektiösen Patienten zur Sonderisolierstation der Charité Berlin wurde geprobt. Laut Landkreis liegt die Besonderheit dieser Übung darin, dass der gesamte Ablauf von der Alarmierung bis zur Übergabe am Zielort vollständig simuliert wurde.
Erkenntnisse fließen in weitere Planungen ein
Wie Gesundheitsdezernent Stefan Wichary laut Mitteilung erklärte, seien solche Übungen unerlässlich, um im Ernstfall schnell und koordiniert reagieren zu können. Die Ergebnisse würden nun ausgewertet und sollen in die Weiterentwicklung bestehender Einsatzpläne einfließen.
Ziel der Maßnahmen ist es laut Landkreis, die Sicherheit von Reisenden und Personal am Flughafen weiter zu erhöhen. Gleichzeitig soll der gesundheitliche Bevölkerungsschutz gestärkt werden. An der Übung beteiligt waren neben den bereits genannten Akteuren auch die Johanniter-Unfall-Hilfe, die Leitstelle Lausitz sowie weitere Sicherheits- und Dienstleistungsunternehmen.
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Red. / Presseinformation




