Gosda (Amt Döbernland) – Gestern Abend brannte ein rund 2.000 Quadratmeter großes Stück Kiefernwald nahe der Ortschaft Gosda im Amt Döbernland. Nach Informationen von Blaulichtreport Lausitz wurden insgesamt 55 Einsatzkräfte alarmiert, um das Feuer zu bekämpfen. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufwändig – und der Einsatz steht im Zeichen einer regional angespannten Waldbrandlage. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Waldbrand bei Gosda: Flammen im Kiefernwald
Die Freiwillige Feuerwehr des Amtes Döbernland wurde gestern Abend um 18:35 Uhr zu einem Waldbrand im Kiefernwald nahe Gosda gerufen. Bereits beim Ausrücken aus dem Feuerwehrgerätehaus Döbern war am Horizont eine starke Rauchentwicklung sichtbar. Kurz vor der Ortschaft bestätigte eine schwarze Rauchwolke die Dringlichkeit des Einsatzes. Am Brandort angekommen, fanden die Einsatzkräfte offene Flammenbildung auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern vor.
Der Einsatzleiter ordnete umgehend einen Erstangriff mit vier Strahlrohren an. Neben der Feuerwehr Döbern rückten die Wehren aus Preschen, Kölzig und Bademäusel an; zusätzlich unterstützten die Stadtfeuerwehr Forst sowie die Biomasse Wonneberger den Einsatz. Insgesamt waren 55 Einsatzkräfte vor Ort – weitere Unterstützung wurde noch während des Einsatzes nachgefordert.
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung in der waldreichen Region dar: Wegen der strukturell schwierigen Wasserverfügbarkeit vor Ort richteten die Feuerwehren eine eigene Wasserentnahmestelle ein und organisierten einen Pendelverkehr, um die Löscharbeiten aufrechterhalten zu können.
Glutnester im Boden: Nachkontrolle mit Wärmebildkamera
Das Feuer konnte nach Angaben von Blaulichtreport Lausitz relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die eigentlichen Löscharbeiten erwiesen sich jedoch als zeitintensiv: Der Waldboden ist von einer dichten Nadelholzschicht bedeckt, unter der sich das Feuer immer wieder ins Erdreich zieht. Die Einsatzkräfte mussten tief in den Boden eindringen, um sämtliche Glutnester zu löschen. Im Anschluss wurde die Einsatzstelle mit einer Wärmebildkamera nachkontrolliert. Da die Dunkelheit mittlerweile eingesetzt hatte, war zusätzlich eine Ausleuchtung des Brandareals erforderlich.
Der Waldbrand bei Gosda war für die Region bereits das dritte Feuer binnen zwei Tagen: Am Vortag hatte ein Holzpolter gebrannt, wobei rund 500 Quadratmeter umliegende Waldfläche in Mitleidenschaft gezogen wurden; gegen Mittag desselben Tages hatte es zudem einen Entstehungsbrand gegeben. Der Einsatzleiter machte deutlich, dass sich die Region laut seiner Einschätzung kurz vor der höchsten Waldbrandgefahrenstufe befindet.
Quelle: ©Luca Seidel & Lennart Bryks / Blaulichtreport Lausitz
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