An der Brandenburgischen Technischen Universität in Senftenberg entsteht mit dem Projekt „HERES“ ein neues Kompetenzzentrum für das Recycling moderner Technologiematerialien, das die Lausitz als Standort für Zukunftstechnologien stärken soll. Wie die Universität mitteilte, wird bis Februar 2030 eine Forschungsplattform aufgebaut, die sich insbesondere mit dem Recycling von Lithium-Ionen-Batterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette befasst. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe zurückzugewinnen, Kreisläufe zu schließen und die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Das Vorhaben wird vom Bund mit rund 13,6 Millionen Euro gefördert und bringt Wissenschaft und Industrie in einem gemeinsamen Netzwerk zusammen. Gleichzeitig soll das Zentrum neue Impulse für den Strukturwandel setzen und die Region als wichtigen Standort für Kreislaufwirtschaft und Batterietechnologien etablieren.
Neues Kompetenzzentrum für Batterierecycling kann starten
Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) baut am Standort Senftenberg ein neues Kompetenzzentrum für das Recycling von Hochtechnologie- und Energiematerialien auf. Wie die Universität am heutigen Donnerstag mitteilte, startet dazu das Verbundprojekt „HERES“. Bis Februar 2030 soll eine Forschungsplattform entstehen, die Wissenschaft, Industrie und regionale Entwicklung miteinander verknüpft.
Das Projekt wird mit rund 13,6 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel ist es laut BTU, Brandenburg als Schlüsselregion der europäischen Kreislaufwirtschaft zu positionieren und neue Impulse für den Strukturwandel in der Lausitz zu setzen.
Fokus auf Recycling von Lithium-Ionen-Batterien
Im Mittelpunkt des Projekts stehen Lithium-Ionen-Batterien, die in vielen Bereichen des Alltags eingesetzt werden. Dazu zählen Smartphones, E-Bikes, Elektrowerkzeuge oder auch Elektroautos. Gleichzeitig wächst laut Mitteilung die Herausforderung, die darin enthaltenen Rohstoffe nachhaltig zu nutzen und zurückzugewinnen.
Das Kompetenzzentrum soll daher neue Technologien entlang der gesamten Recyclingkette entwickeln. Dazu gehören die Rückgewinnung von Materialien, deren Aufbereitung sowie Möglichkeiten der Wiederverwendung. Ziel ist es, geschlossene Stoffkreisläufe zu schaffen und die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffimporten zu reduzieren.
Forschung, Industrie und Region eng verknüpft
Projektleiter Prof. Dr. Jörg Acker erklärte laut Mitteilung, dass in Senftenberg eine umfassende Forschungsinfrastruktur entstehen soll. Diese soll sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse liefern als auch industrielle Anwendungen ermöglichen. Gleichzeitig soll Know-how in der Region gehalten und weiterentwickelt werden.
Auch BTU-Präsidentin Prof. Dr. Gesine Grande sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Region. Nach Angaben der Universität sollen mit HERES neue wirtschaftliche Perspektiven geschaffen und die Lausitz als Innovationsstandort gestärkt werden.
Das Projekt vereint verschiedene Fachbereiche, darunter Chemie, Verfahrenstechnik und Analytik. Zudem wird mit dem Netzwerk „ReLioS“ zusammengearbeitet, das den Austausch zwischen Forschung und Industrie fördern soll.
Fünf zentrale Innovationsfelder geplant
Im Rahmen von HERES konzentriert sich die Forschung auf mehrere Schwerpunkte. Dazu zählen die Rückgewinnung hochwertiger Batteriematerialien, die Entwicklung neuer Recyclingverfahren sowie moderne Analysemethoden. Außerdem sollen digitale Prozesse und KI-gestützte Optimierungen zum Einsatz kommen.
Ein weiterer Fokus liegt auf dem Aufbau einer regionalen Innovationsplattform. Diese soll Unternehmen langfristig Zugang zu Forschung und Infrastruktur ermöglichen und damit den Technologietransfer stärken.
Beitrag zur europäischen Rohstoffstrategie
Mit dem Projekt reagiert die BTU laut eigener Aussage auf steigende Anforderungen der Europäischen Union. Insbesondere die Batterieverordnung und die Kreislaufwirtschaftsstrategie setzen höhere Recyclingquoten und nachhaltige Produktionsprozesse voraus.
Das Kompetenzzentrum soll dazu beitragen, strategisch wichtige Rohstoffe effizient zurückzugewinnen und Europa unabhängiger von Importen zu machen. Gleichzeitig eröffnet das Projekt neue Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz im Zuge des Strukturwandels.
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