Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem hat vier neue Professorinnen und Professoren berufen und baut damit ihren wissenschaftlichen Kern weiter aus. Wie die Universität mitteilte, wurden Prof. Dr. Franziska Bathelt, Prof. Dr. Johannes Beller, Prof. Dr. Georg Christof Schwabe und Prof. Dr. Pavel Strnad in unterschiedlichen Fachbereichen ernannt. Die Berufungen verbinden interne Erfahrung mit externen Impulsen und sollen insbesondere die Bereiche Digitalisierung, Gesundheitsforschung sowie medizinische Versorgung weiter ausbauen. Zugleich unterstreicht die Universität damit ihren Anspruch, den Strukturwandel in der Lausitz aktiv mitzugestalten und den Standort langfristig attraktiver zu machen. Die neuen Professuren gelten als weiterer Schritt im Aufbau der noch jungen Universität, deren Modellstudiengang Humanmedizin im Wintersemester 2026/2027 starten soll.
Neue Professuren stärken Profil der MUL CT
Die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) hat am Montag im Rahmen einer feierlichen Zeremonie eine Professorin und drei Professoren berufen. Wie aus einer Mitteilung der MUL hervorgeht, handelt es sich um Prof. Dr. Franziska Bathelt, Prof. Dr. Johannes Beller, Prof. Dr. Georg Christof Schwabe und Prof. Dr. Pavel Strnad. Mit diesen Berufungen will die MUL – CT nach eigenen Angaben ihre wissenschaftliche Profilbildung weiter schärfen und neue Impulse für Forschung und Lehre setzen.
Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel erklärte laut Mitteilung, dass der Universitätsaufbau durch die neuen Berufungen weiter an Dynamik gewinnen solle. Besonders hervorgehoben wurde erstmals eine Professur mit Digitalisierungsschwerpunkt, die neue Perspektiven eröffnen soll. Auch die wissenschaftliche Vorständin Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey bezeichnete die Berufungen als wichtigen Meilenstein im Aufbau der Universität.
Vier Profile mit Fokus auf Versorgung und Forschung
Mit Prof. Dr. Franziska Bathelt wurde eine Expertin für medizinische Informatik berufen. Sie leitet bereits das Datenintegrationszentrum der MUL – CT und beschäftigt sich unter anderem mit Interoperabilität, Datenqualität und digital unterstützten Prozessen im Gesundheitswesen. Laut eigener Aussage möchte sie dazu beitragen, bürokratische Hürden zu reduzieren und die Versorgung in der Region zu verbessern.
Prof. Dr. Johannes Beller bringt als Medizinsoziologe seinen Fokus auf gesundheitlich besonders anfällige Bevölkerungsgruppen ein. Seine Forschung beschäftigt sich mit Fragen zu gesundheitlicher Ungleichheit sowie der Entwicklung von Versorgungssystemen. Ziel sei es laut Pressemitteilung, die Gesundheitsversorgung in der Lausitz effizient und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.
Bereits langjährig an der Einrichtung tätig ist Prof. Dr. Georg Christof Schwabe. Er arbeitet im Bereich Sozialpädiatrie und ist unter anderem für seltene Erkrankungen sowie die Versorgung von Kindern mit Entwicklungsstörungen verantwortlich. Seine Professur soll die Verbindung von klinischer Praxis, Forschung und Lehre weiter stärken.
Mit Prof. Dr. Pavel Strnad wurde zudem ein international erfahrener Mediziner im Bereich Gastroenterologie berufen. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte liegen unter anderem auf seltenen Lebererkrankungen sowie der Auswertung komplexer medizinischer Daten. Laut eigenen Angaben sieht er großes Potenzial in der Region und möchte den Strukturwandel aktiv begleiten.
Universitätsaufbau schreitet weiter voran
Die Berufungen erfolgen in einer Phase, in der die MUL – CT ihren Aufbau weiter vorantreibt. Nach Angaben der Universität wurden in den vergangenen anderthalb Jahren zentrale Ordnungen geschaffen und erste Professuren besetzt. Auch Lehrflächen auf dem Campus wurden bereits definiert.
Der Modellstudiengang Humanmedizin soll im Wintersemester 2026/2027 starten. Geplant ist ein Studium mit starkem Praxisbezug, interprofessionellem Lernen und früher Einbindung in wissenschaftliche Arbeit. Die aktuellen Berufungen sollen dazu beitragen, die dafür notwendigen Strukturen weiter auszubauen.
Mit der Kombination aus interner Erfahrung und externen Impulsen verfolgt die Universität laut eigener Darstellung das Ziel, sich langfristig als wichtiger Standort für medizinische Ausbildung und Forschung in der Lausitz zu etablieren.
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