Im Land Brandenburg ist die Zahl der Straftaten im Jahr 2025 erneut gesunken. Wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für das vergangene Jahr hervorgeht, wurden 166.508 Fälle registriert, ein Rückgang um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Aufklärungsquote blieb mit 57,7 Prozent nahezu stabil. Deutlich zurück gingen insbesondere Diebstahlsdelikte, darunter Auto- und Fahrraddiebstähle, während Wohnungseinbrüche um rund 24 Prozent zunahmen. Gleichzeitig stieg die Gewaltkriminalität leicht auf 5.443 Fälle, wobei ein Großteil im häuslichen Umfeld stattfindet, während Fälle häuslicher Gewalt insgesamt rückläufig waren. Ebenfalls zugenommen haben Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, insbesondere im Zusammenhang mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Rückläufig war hingegen erneut die Rauschgiftkriminalität, was laut Polizei auch auf die Teillegalisierung von Cannabis zurückzuführen ist. Gewalttaten gegen Polizei sowie Feuerwehr- und Rettungskräfte bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau.
Kriminalstatistik Brandenburg 2025 zeigt Rückgang
Wie das Land Brandenburg in einer Pressemitteilung mitteilt, ist die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten im Jahr 2025 um 5,7 Prozent auf 166.508 Fälle gesunken. Ohne ausländerrechtliche Verstöße liegt die Zahl bei 151.124 Fällen und erreicht damit laut Angaben einen historischen Tiefstand. Die Aufklärungsquote beträgt 57,7 Prozent und bleibt damit nahezu stabil.
Innenminister Dr. Jan Redmann erklärte laut Mitteilung, dass sich der positive Trend fortgesetzt habe. Besonders bei Diebstahlsdelikten, häuslicher Gewalt und Vorfällen an Schulen seien Rückgänge zu verzeichnen. Gleichzeitig äußerte er Sorge über den Anstieg der Gewaltkriminalität sowie weiterhin hohe Zahlen bei Angriffen auf Polizei sowie Feuerwehr und Rettungskräfte.
Diebstähle sinken, Einbrüche nehmen wieder zu
Diebstahlsdelikte machen weiterhin einen großen Teil der Gesamtkriminalität aus. Ihre Zahl sank um 4,5 Prozent auf 50.612 Fälle. Besonders deutlich ist der Rückgang bei Autodiebstählen mit minus 20,9 Prozent sowie bei Fahrraddiebstählen, die mit 7.548 Fällen den niedrigsten Stand seit Beginn der Erfassung erreichen.
Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich an. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik wurden 3.164 Fälle registriert, was einem Anstieg von 23,7 Prozent entspricht. Ein Großteil dieser Taten konzentriert sich auf den engeren Verflechtungsraum rund um Berlin.
Gewaltkriminalität und besondere Delikte im Fokus
Die Gewaltkriminalität ist im Jahr 2025 um zwei Prozent auf 5.443 Fälle gestiegen. Häufigster Tatort bleibt dabei die eigene Wohnung. Gleichzeitig ging die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt um 5,2 Prozent zurück. Laut Angaben wurden Ermittlungen zum Tod von fünf weiblichen Opfern abgeschlossen.
Auch Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung nahmen deutlich zu. Die Fallzahlen stiegen um 18,5 Prozent auf 3.344. Hintergrund ist laut Polizei vor allem der Anstieg bei Delikten im Zusammenhang mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Mehr als die Hälfte der Tatverdächtigen ist dabei minderjährig.
Rückläufig ist hingegen die Rauschgiftkriminalität, die im sechsten Jahr in Folge gesunken ist. Die Fallzahlen gingen um 38,5 Prozent auf 3.045 zurück. Nach Angaben der Polizei spielt hier auch die Teillegalisierung von Cannabis eine Rolle, die sich erstmals auf ein komplettes Statistikjahr auswirkt.
Angriffe auf Einsatzkräfte bleiben hoch
Die Zahl der Gewalttaten gegen Polizeibeamte ist zwar leicht zurückgegangen, liegt mit 1.365 Fällen aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Das entspricht im Schnitt rund vier Angriffen pro Tag. Auch bei Feuerwehr- und Rettungskräften wurde mit 73 Fällen ein erneuter Höchstwert erreicht.
Polizeipräsident Oliver Stepien erklärte laut Mitteilung, dass neben polizeilichen Maßnahmen auch präventive Schutzmaßnahmen durch Bürgerinnen und Bürger wichtig seien. Dazu zählen insbesondere technische Sicherungen gegen Einbruch, für die die Polizei kostenlose Beratungen anbietet.
Hintergrund zur Polizeilichen Kriminalstatistik
Bei der Polizeilichen Kriminalstatistik handelt es sich laut Land Brandenburg um eine sogenannte Ausgangsstatistik. Erfasst werden alle der Polizei bekannt gewordenen und abschließend bearbeiteten Straftaten, einschließlich versuchter Delikte. Die statistische Erfassung erfolgt erst mit der Abgabe an die Staatsanwaltschaft.
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Red. / Presseinformation







