Der Judo-Bundesligist KSC ASAHI Spremberg hat seinen Saisonauftakt in der Judo-Bundesliga am Samstag, 14. März, mit 5:9 verloren. Beim Gastgeber JC 66 Bottrop e.V. unterlagen die Spremberger in 14 Einzelkämpfen deutlich, trotz einer kämpferischen Vorstellung und einer umstrittenen Kampfrichterentscheidung.
Sieben Stunden Anreise und Vollsperrung im Revier
Bereits vor dem ersten Kampf stand KSC ASAHI Spremberg (KSC) vor erheblichen Herausforderungen. Die Anreise zum JC 66 Bottrop e.V. mehr als sieben Stunden, eine Belastung, die dem Team nach eigenen Angaben auch in vergangenen Saisons Probleme bereitet habe. Diesmal kam eine Vollsperrung auf der Route hinzu, durch die der Wettkampftag kurzzeitig insgesamt in Gefahr geriet.
Ein Teil der Mannschaft sei bereits in der Nähe des Ruhrgebiets gewesen, während der andere Teil nicht rechtzeitig zur Waage erscheinen konnte. Kämpfer, die bereits Gewicht gemacht hatten, mussten ohne Nahrungsaufnahme warten. „Das war nicht nur psychisch eine Belastung, sondern auch körperlich. Die Jungs, die Gewicht gemacht hatten, mussten warten und warten und durften nix essen. Das ging also schon kacke los für uns“, wird Trainer Mike Göpfert sagte.
Runde 1: Lesiuk und Röder punkten für Spremberg
Den Auftakt der ersten Runde bestritt Artem Lesiuk in der Gewichtsklasse bis 66 kg gegen Florian Böcker. Lesiuk, diesmal eine Gewichtsklasse höher als gewöhnlich angesetzt, gewann den Kampf nach 3:24 Minuten durch Ippon und holte den ersten Punkt für KSC ASAHI Spremberg. Carl Then unterlag anschließend in der Klasse bis 60 kg Eugen Müller nach 3:40 Minuten durch Ippon.
Neuzugang Abdusamad Abdullaev lieferte in der Klasse bis 73 kg gegen den italienischen Grand-Prix-Sieger und Weltranglistenvierzehnten Valerio Accogli einen starken Auftritt. Abdullaev kämpfte die volle Zeit von vier Minuten, unterlag jedoch mit 0:7 auf Wertung. Henry Röder glich daraufhin in der Klasse bis 81 kg gegen Nikita Djadin nach der vollen Kampfzeit durch Wertungspunkte zum 2:2 aus.
In den Schwergewichtsklassen setzten sich die Bottroper klar durch. Movli Borchashvilli unterlag in der Klasse über 100 kg dem mehrfachen Grand-Prix-Sieger und Weltranglistenneunten Kanan Nasibov aus Aserbaidschan nach 2:59 Minuten durch Ippon. Leo Erdmann verlor in der Klasse bis 100 kg gegen Ilias Küster bereits nach 1:01 Minute durch Ippon.
Den letzten Kampf der ersten Runde bestritt Elija Ruben Märkt in der Klasse bis 90 kg gegen Tom Droste. Nach lediglich 52 Sekunden erkannten die Kampfrichter Droste den Ippon zu, eine Entscheidung, die der Verein im Anschluss scharf kritisierte. Vereinspräsident Dirk Meyer erklärte: „Wir haben uns das 9x angeschaut und auch beim 10x kommen wir zu keinem anderen Ergebnis: Diese Entscheidung war nicht korrekt und hat uns so ein bissl das Genick gebrochen.“ Nach der ersten Runde führte der JC 66 Bottrop e.V. mit 5:2.
Runde 2: Aufholjagd scheitert im Golden Score
Trainer Mike Göpfert und angeschlagene Kapitän Luc Meyer versuchten, das Team in ihren Halbzeitansprachen zu mobilisieren. Artem Lesiuk startete die zweite Runde mit dem nächsten Ippon-Sieg – diesmal in 3:44 Minuten gegen Nicolas Kutscher in der Klasse bis 66 kg. Carl Then folgte mit einem Ippon-Erfolg gegen Eugen Müller nach 1:53 Minuten in der Klasse bis 60 kg und verkürzte auf 4:5.
Max Henke musste in der Klasse bis 73 kg gegen Weltranglistenvierzehnten Valerio Accogli nach 3:03 Minuten eine Ippon-Niederlage hinnehmen. Der erst 19-jährige Erik Heinemann verkürzte daraufhin in der Klasse bis 81 kg gegen Julius Gruber nach der vollen Kampfzeit durch Wertungspunkte auf 5:6.
Movli Borchashvilli lag in der Klasse über 100 kg gegen Grand-Slam-Sieger Kanan Nasibov zwischenzeitlich vorne, unterlag dem Weltranglistenneunten aber nach 2:35 Minuten durch Ippon. Leo Erdmann verlor auch seinen zweiten Kampf gegen Ilias Küster – diesmal bereits nach 29 Sekunden durch Ippon in der Klasse bis 100 kg.
Im abschließenden Kampf der Klasse bis 90 kg trat Vladi Stark nach fast einem Jahr Verletzungspause gegen Konstantin Distel an. Stark kämpfte sich bis in den Golden Score, unterlag dort nach 4:13 Minuten aber durch Wertung. Das Endergebnis lautete: JC 66 Bottrop e.V. 9:5 KSC ASAHI Spremberg.
Am 11. April wartet der Deutsche Meister in Potsdam
Vereinspräsident Dirk Meyer ordnete das Ergebnis nach dem Wettkampftag ein: „Wir wussten, es wird schwer, aber nicht unmöglich. Elijas umstrittene Niederlage war am Ende der Ko. Mit den fehlenden Standke und Meyer hätten wir hier bestehen können – oder mit Anton, der leider zu einer IJF-Prüfung musste. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten und gegen den Deutschen Meister aus Potsdam das Judowunder heraufzubeschwören.“
Als nächstes bestreitet KSC ASAHI Spremberg in der Judo-Bundesliga das Duell gegen den UJKC Potsdam. Die Begegnung findet am Freitag, 11. April, in der Potsdamer MBS Arena statt.
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