Die Gewerkschaft ver.di fordert für Beschäftigte im Großhandel in Brandenburg höhere Löhne. Wie es heißt, sollen die Einkommen monatlich um 220 Euro steigen. Auch Auszubildende sollen mehr Geld erhalten. Insgesamt betrifft die Tarifrunde rund 53.000 Beschäftigte im Großhandel in Brandenburg und Berlin. Nach Angaben von ver.di könnten die ersten Verhandlungen mit den Arbeitgebern bereits im April starten.
ver.di fordert höhere Löhne im Großhandel
Die Gewerkschaft ver.di hat neue Tarifforderungen für den Großhandel in Berlin und Brandenburg beschlossen. Wie die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung mitteilte, sollen die Löhne und Gehälter der Beschäftigten monatlich um 220 Euro steigen. Gleichzeitig fordert ver.di eine Laufzeit der Tarifverträge von zwölf Monaten. Nach Angaben der Gewerkschaft betrifft die Tarifrunde rund 53.000 Beschäftigte im Großhandel der beiden Bundesländer. Davon arbeiten etwa 33.000 Menschen im Berliner und rund 20.000 im Brandenburger Großhandel.
Mehr Geld auch für Auszubildende vorgesehen
Neben den Löhnen und Gehältern sollen auch die Ausbildungsvergütungen steigen. ver.di fordert eine monatliche Erhöhung um 200 Euro für Auszubildende. Nach Ansicht der Gewerkschaft soll dies dazu beitragen, jungen Menschen während der Ausbildung ein eigenständiges Leben zu ermöglichen. Die geforderte Lohnerhöhung entspricht laut ver.di etwa sieben Prozent für Beschäftigte in der Entgeltstufe nach abgeschlossener Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau beziehungsweise zum Groß- und Außenhandelskaufmann.
Gewerkschaft verweist auf gestiegene Preise
Die Forderungen begründet die Gewerkschaft unter anderem mit gestiegenen Lebenshaltungskosten. In einer Befragung unter Beschäftigten im Großhandel hätten 99 Prozent angegeben, dass steigende Löhne dringend notwendig seien. Franziska Foullong, stellvertretende Landesfachbereichsleiterin Handel Berlin-Brandenburg bei ver.di und Verhandlungsführerin, erklärte laut Mitteilung, dass viele Beschäftigte weiterhin unter den gestiegenen Preisen leiden würden. Besonders Lebensmittel seien in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Nach Angaben der Gewerkschaft seien die Preise für Lebensmittel im Vergleich zu 2019 um rund 40 Prozent gestiegen.
Erste Tarifverhandlungen könnten im April starten
Die ver.di-Tarifkommissionen schlagen vor, bereits im April mit den Arbeitgebern in Verhandlungen zu treten. Die derzeit geltende Friedenspflicht endet nach Angaben der Gewerkschaft am 1. Mai. Mit den Tarifforderungen will ver.di nach eigenen Angaben erreichen, dass die Einkommen der Beschäftigten im Großhandel stärker steigen und sich auch langfristig etwa auf die Rentenansprüche auswirken.
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Red. / Presseinformation






