Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und das Sorbische Institut haben am gestrigen Montag (26. Januar) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit in Studium, Forschung und regionalem Engagement langfristig zu verstetigen.
BTU und Sorbisches Institut schließen Kooperationsvertrag
Die Präsidentin der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Gesine Grande, und der Direktor des Sorbischen Instituts, Hauke Bartels, haben am 26. Januar 2026 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Mit dem Vertrag wollen beide Einrichtungen ihre Zusammenarbeit in Studium und Forschung sowie im Engagement für die Region auf eine verbindliche Grundlage stellen.
Im Mittelpunkt der Kooperation stehen gemeinsame Projekte zur sorbischen Kultur und Sprache, auch Sorabistik genannt. Diese sollen nachhaltig entwickelt und gestärkt werden. Nach Angaben der beteiligten Einrichtungen bauen die Vereinbarung und die geplanten Aktivitäten auf langjährigen gemeinsamen Erfahrungen auf.
Gemeinsame Lehre, Forschung und Sichtbarkeit der sorbischen Kultur
BTU-Präsidentin Gesine Grande erklärte, die Vereinbarung hebe die Zusammenarbeit auf eine neue, institutionalisierte Ebene. Sie schaffe einen verbindlichen Rahmen für gemeinsame Lehre und Forschung, für die Betreuung von Abschlussarbeiten und Promotionen sowie für neue Forschungsschwerpunkte. Darüber hinaus solle die sorbische Sprache und Kultur an der Universität sichtbarer werden.
Auch der Direktor des Sorbischen Instituts, Prof. Dr. Hauke Bartels, betonte die Bedeutung der Kooperation vor dem Hintergrund des Wandels in der Lausitz. Transformation und kulturelles Erbe der Region seien Beispiele für gemeinsame Forschungsthemen. Unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen, biete neue Chancen und werde durch den Kooperationsvertrag in einen neuen Rahmen gestellt.
Geplante Inhalte der Zusammenarbeit
Vorgesehen sind unter anderem gemeinsame Lehrveranstaltungen zur sorbischen und wendischen Sprache und Kultur sowie die gemeinsame Betreuung von Abschlussarbeiten und Promotionen. Zudem sollen gemeinsame Forschungsvorhaben realisiert werden, insbesondere im Bereich der Minderheitenforschung.
Weitere Bestandteile der Kooperation sind die Durchführung gemeinsamer Tagungen und Konferenzen, die Einwerbung von Drittmitteln sowie die gegenseitige Nutzung von Infrastrukturen. Dazu zählen Bibliotheken, digitale Ressourcen und das Sorbische Kulturarchiv. Darüber hinaus soll die niedersorbische Sprache sowohl auf dem Campus als auch in der Öffentlichkeit stärker sichtbar werden.
Bereits in der Vergangenheit arbeiteten beide Einrichtungen zusammen. So richteten das Sorbische Institut und die BTU im März 2025 in Cottbus/Chóśebuz ein transdisziplinäres Forum zur digitalen Kultur der Sorben und Wenden aus. Zudem referieren wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sorbischen Instituts regelmäßig an der BTU zu sorbischen und wendischen Themen, zuletzt im Rahmen der öffentlichen Vorlesungsreihe OPEN BTU.
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