In Spremberg endete am Wochenende der Gedenkmarsch „EX PER ARDUA EAGLE 2026“ der Royal Air Force. Die Teilnehmer erinnerten damit an den 81. Jahrestag des sogenannten „Long March“ aus den Wintermonaten 1944/1945, der auch durch die heutige Lausitzer Region führte.
Gedenkmarsch endet erneut in Spremberg/Grodk
Wie die Stadt Spremberg mitteilt, führte der diesjährige Gedenkmarsch der Royal Air Force von Żagań in Polen über Bad Muskau bis nach Spremberg. Der Marsch begann am Freitag, dem 23. Januar 2026, im polnischen Żagań, dem ehemaligen Sagan, und endete wie in den Vorjahren im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs an der Bregenzer Straße in Spremberg.
Bereits zum Auftakt fand in Żagań eine Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag des „Long March“ statt. Daran nahmen eine Militärmusikkapelle sowie eine Ehrenformation des polnischen Heeres teil. Nach der ersten Etappe erinnerten die Marschteilnehmer auf dem Gelände des Schloss- und Gutshofkomplexes in Lipna, dem früheren Leippa, mit einer feierlichen Zeremonie an die historischen Ereignisse.
Historische Route führt durch die Lausitz
Die zweite Etappe des Marsches führte am Samstag, dem 24. Januar, über Przewoz und Leknica weiter über die polnisch-deutsche Grenze nach Bad Muskau. Dort wurden die Teilnehmer in einer Turnhalle untergebracht.
Am Sonntag, dem 25. Januar, setzte sich der Marsch von Bad Muskau aus in Richtung Sprembergfort. Im Spremberger Stadtgebiet folgten die Teilnehmer der historischen Route aus den Jahren 1944/1945 entlang der Muskauer Straße, der Schloßstraße, über den Marktplatz, die Bahnhofstraße sowie die Grazer Straße.
Gedenkappell am ehemaligen Güterbahnhof
Der Abschluss des Marsches fand im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs in der Bregenzer Straße statt. Dort wurde ein Gedenkappell mit Kranzniederlegung abgehalten. Nach der Veranstaltung bestand kurz Gelegenheit zum Austausch mit rund 20 anwesenden Sprembergern, bevor die Teilnehmer mit einem bereitstehenden polnischen Bus nach Kliczkow weiterfuhren.
Am diesjährigen Gedenkmarsch nahmen etwa 25 britische Soldaten teil. Begleitet wurden sie von einem Unterstützungsteam mit zwei Fahrzeugen.
Region erinnert an Geschichte des Long March
Mit ihrem regelmäßigen Marsch erinnern die Teilnehmer an die Evakuierung mehrerer Tausend Kriegsgefangener in den Wintermonaten 1944/1945. Diese wurden vom Stammlager Luft III in Sagan über Halbau, Leippa, Priebus, Lugnitz, Muskau, Kromlau, Schleife und Graustein bis nach Spremberg geschickt. Von dort erfolgte der Weitertransport mit der Bahn über Luckau nach Norddeutschland.
Im damaligen Sagan befand sich mit über 10.000 Inhaftierten das größte Kriegsgefangenenlager für Angehörige alliierter Luftwaffeneinheiten. Unter den Gefangenen befanden sich Soldaten aus zahlreichen Nationen, darunter aus Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Polen und weiteren europäischen Ländern.
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Red. / Presseinformation







