Ein Kinderbuch, das Kindern die Welt näherbringen will, ohne dass sie ihr Zuhause verlassen müssen, ist Teil eines Projekts der Cottbuser Unternehmerin, Kinderbuchautorin und Stifterin Maria Liisa Bruckert. Mit dem zweiten Band der Reihe „Malio um die Welt“, der nun auch in der Cottbuser Stadtbibliothek verfügbar ist, verbindet sie Geschichten über Abenteuer, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung mit dem Stiftungsgedanken ihrer eigenen Foundation. Parallel startet eine weitere Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek. Schulklassen können dabei aktiv mitwirken und sich ab sofort für gemeinsame Projekttage per E-Mail an [email protected] anmelden. Das geplante dritte Buch soll anschließend gemeinsam mit Kindern für Kinder entstehen. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Ein Kinderbuch mit Wirkung über die Seiten hinaus
Der Moment, das eigene Buch erstmals gedruckt in den Händen zu halten, ist für Maria Liisa Bruckert etwas Besonderes. „Ich bin super happy“, beschreibt sie ihre Gefühle. Bis zur Veröffentlichung sei es jedoch ein weiter Weg gewesen. „Es ist einfach eine verdammt lange Reise, eine sehr emotionale Reise auch mit ganz vielen Hochs und Tiefs und dann kommt der Moment, wenn man das Buch wirklich in der Hand hat. Das ist etwas ganz besonderes.“
Die Buchreihe „Malio um die Welt“ erzählt die Geschichten des fünfjährigen Malio, der gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Schwester Elara die Welt entdeckt. Auf ihren Reisen erleben sie kleine und große Abenteuer, lernen unterschiedliche Länder kennen und begegnen vielfältigen Lebensweisen. Dabei geht es um kulturelle Vielfalt, neue Perspektiven und um die Erkenntnis, dass Unterschiede und Gemeinsamkeiten gleichermaßen prägend sein können. Die Freundschaften, die Malio und Elara auf ihren Wegen schließen, begleiten sie nachhaltig und formen ihre Charaktere.
Pädagogischer Ansatz: Die Welt nach Hause holen
Gleichzeitig verfolgt die Buchreihe einen klaren pädagogischen Ansatz. „Es geht uns darum, Kindern zu vermitteln, die Welt kann auch zu dir nach Hause kommen“, erklärt Bruckert am NL-Mikro. Kinder machen im Alltag sehr unterschiedliche Erfahrungen, die ihre Entwicklung langfristig beeinflussen. Diese Aspekte greife das Buch bewusst auf. Während sich der erste Teil vor allem mit dem Kennenlernen verschiedener Kulturen, Kommunikation und dem Glauben an sich selbst beschäftigte, setzt der zweite Teil einen anderen Schwerpunkt. „Und jetzt im zweiten Teil beschreiben wir so eine Vereinsreise, eine typische Sportreise. Man setz sich ein Ziel, man muss wieder aufstehen, man hat Tiefschläge, man lernt soziale Community kennen.“ Solche Erfahrungen seien für Kinder besonders wichtig, stünden jedoch nicht überall gleichermaßen zur Verfügung. „Und uns ist wichtig, eine Plattform zu schaffen, bei der Kinder trotzdem diese Grundpfeiler kennenlernen können.“ Abenteuer und Erkenntnisse müssten dabei nicht zwangsläufig mit Fernreisen verbunden sein. Mit „Malio um die Welt“ solle jedes Kind die Möglichkeit haben, „unsere Welt vom heimischen Sofa aus zu entdecken“. Erhältlich ist das Buch im Buchhandel sowie in der Cottbuser Stadtbibliothek. „Das Buch gibt es im Thalia Store, aber jeder, der auch mal reinlesen will, kann einfach in die Stadtbibliothek kommen und sozusagen mal die Leseprobe machen.“
Drittes Buch soll gemeinsam mit Schulkindern entstehen
Darüber hinaus rückt nun die Arbeit mit Schulklassen stärker in den Fokus. Gemeinsam mit der Stadtbibliothek sind mehrere Projekttage geplant, bei denen sich Schulklassen intensiv mit den Geschichten auseinandersetzen sollen. Für diese Projekttage können sich Schulklassen ab sofort anmelden. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an [email protected]. Ziel der Zusammenarbeit ist es, dass Kinder nicht nur lesen, sondern selbst kreativ werden. Das geplante dritte Buch soll dabei von Kindern für Kinder mitentwickelt werden, indem sie eigene Ideen einbringen und aktiv an der Entstehung der Geschichte mitwirken.
Stiftungsgedanke: Gleiche Chancen für alle Kinder
„Malio um die Welt“ ist zugleich Teil der Pure Foundation, die Bruckert selbst gegründet hat. Der Stiftungsgedanke sei klar formuliert. „Der Gedanke ist tatsächlich, dass ich der Überzeugung bin, dass jedes Kind die Möglichkeit haben sollte, seinen Weg wirklich zu gehen.“ Auch wenn die Lebensbedingungen hierzulande nicht mit denen anderer Weltregionen vergleichbar seien, gebe es dennoch deutliche Unterschiede bei den Chancen von Kindern. „Kinder haben nicht alle die gleiche Möglichkeit“, betont sie. Die Foundation unterstützt daher unter anderem lokale Projekte wie Kinderheime oder Geschwisterwohnen.
Unterstützung auf mehreren Ebenen
Inhaltlich deckt die Pure Foundation mehrere Bereiche ab. „Wir wollen sozusagen auf diesen verschiedenen Ebenen, also Gesundheit, Ernährung, Bildung, aber eben auch Freitzeit, Sport und natürlich Unternehmertum, da komme ich ja auch her, also Mindset tatsächlich auch unterstützen.“ Geprägt worden sei dieser Ansatz durch eigene internationale Erfahrungen. „Ich habe selber einige Reisen nach Afrika gemacht“ sowie Aufenthalte in Südamerika und den USA hätten ihr Verständnis von gesellschaftlicher Verantwortung nachhaltig beeinflusst. „Du treibst Vision technologisch, aber du darfst die Gesellschaft nicht vergessen. Du musst sie mitnehmen.“
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Red.
Bilder: Pure Foundation
















