Das Lausitzer Seenland Klinikum in Hoyerswerda blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Im vergangenen Jahr konnten wichtige Vorhaben umgesetzt werden, darunter die Einführung der digitalen Patientenakte, die Etablierung des OP-Roboters in der Chirurgie sowie die Eröffnung von zwei neuen MVZ-Standorten im ambulanten Bereich. Für 2026 liegt der Fokus nun klar auf einem zentralen Großprojekt: der Fertigstellung des OP-Umbaus mit dem neuen Hybrid-OP. Mehr dazu im Video ->> Hier klicken
Lausitzer Seenland Klinikum: 2026 steht im Zeichen des OP-Umbaus
Der neue Hybrid-OP wird künftig modernste Medizintechnik, Robotik und Bildgebung vereinen. Der Umbau erfolgt im laufenden Klinikbetrieb – eine besondere Herausforderung für das Team. „Wir bauen ja aktuell bei uns im bestehenden Bestand. Das heißt, wir haben einen großen Bereich abgesperrt. Dort wird gebaut, dort ist eine Riesenbaustelle. Nebendran wird operiert, und das ist das größte Projekt,“ so Kirfe am NL-Mikro. Der Fortschritt ist sichtbar: „Wir haben sehr viel Stemmarbeiten durchgeführt, die Böden alle rausgenommen, die Wände alle rausgenommen, Elektrik raus – also wirklich den kompletten Rückbau. Jetzt haben wir den Rohbau, und jetzt geht’s schon wieder daran, das neu alles aufzubauen.“ Bis zum Spätsommer soll der Umbau abgeschlossen sein. „Ich hoffe, dass wir dann im August, September auch fertig sind mit dem Bau,“ ergänzte Kirfe.
Rückblick auf 2025: Digitalisierung und Wachstum
Das Jahr 2025 stand im Lausitzer Seenland Klinikum ganz im Zeichen der Digitalisierung und Modernisierung interner Prozesse. „Wir haben unsere Patientenakte digitalisiert. Wir haben sehr viel Technik eingeführt. Im ambulanten Bereich haben wir zwei neue Praxen eröffnet,“ erklärte Kirfe. Im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) wurden zahlreiche Projekte umgesetzt:
Einführung der digitalen Patientenakte und der digitalen Medikamentenkurve (inkl. Geburts- und Wunddokumentation)
Aufbau einer digitalen Akte für Intensiv- und Kardiobereich mit integriertem Anästhesieprotokoll und Schmerzmanagement
Start der Online-Terminvergabe über Doctolib
Einführung eines Patientenankündigungssystems in der Zentralen Notaufnahme (IVENNA)
Einsatz von Spot-Check-Monitoren zur mobilen Vitalzeichenmessung
Einführung von Spracherkennungssystemen im ärztlichen Dienst und im Pflegebereich
Closed-Loop-System zum Scannen von Medikamenten (Pilot in der Neurologie ab August 2025)
Ausbau der IT-Sicherheit mit neuer Netzwerkzugriffssteuerung über Transponder
Mehr Patienten und stabile Entwicklung
Trotz der umfangreichen Modernisierungsarbeiten verzeichnete das Klinikum 2025 eine aus Klinikleitung positive Entwicklung. „Wir haben circa 17.000 stationäre Patienten behandelt. Wir konnten unsere Leistungen steigern gegenüber dem letzten Jahr. Wir haben mehr Operationen durchgeführt und 800 ambulante Fälle mehr operiert,“ so Kirfe. Auch die Geburtenzahlen entwickelten sich erfreulich: über 500 Geburten wurden im vergangenen Jahr betreut – mit weiter steigender Tendenz.
Das Klinikum beschäftigt derzeit rund 1.000 Mitarbeitende und setzt verstärkt auf Fachkräftesicherung. „Wir sind auch wieder nach Brasilien gegangen und haben dort rekrutiert. Wir wollen wieder 16 neue Pflegekräfte aus Brasilien holen.“ Das Programm habe sich bewährt: „Alle 15 Pflegekräfte aus dem ersten Durchgang sind auch immer noch da.“
Ausbau der ambulanten Versorgung
Mit inzwischen 13 Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) stärkt das Lausitzer Seenland Klinikum die ambulante medizinische Versorgung in der Region. Dazu gehören Fachrichtungen wie Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Onkologie, Hämatologie und Gefäßdiagnostik an den Standorten Hoyerswerda, Kamenz und Weißwasser.
Neue Fachbereiche und Kooperationen
In der Klinik für Viszeral-, Thorax-, Gefäß- und Kinderchirurgie übernahm Dr. Olaf Pridöhl Anfang 2025 die Leitung. Unter seiner Führung wurde das Leistungsspektrum deutlich erweitert. In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter Leitung von MUDr. Radovan Korkos arbeitet das Haus an der Zertifizierung als Brustzentrum in Kooperation mit dem Krankenhaus Spremberg. Damit soll die wohnortnahe, spezialisierte Versorgung weiter ausgebaut werden. Zu den weiteren Partnern zählen unter anderem das Herzzentrum Dresden, das Krankenhaus Spremberg sowie die Standorte Senftenberg und Lauchhammer.
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Red.












