Das entscheidende 0:1 für Düsseldorf fiel durch einen Elfmeter, die so das erste Saisonspiel verdient gewannen. Mit starken Paraden brachte Almer im Cottbuser Kasten seinen Ex-Arbeitgeber ansonsten zum Verzweifeln. Die Cottbuser Offensive kam zu spät und erst durch taktische Umstellung in Schwung.
„Es wird Zeit das es losgeht.“ diesen Satz hörte man öfter aus dem Umfeld der Cottbuser Mannschaft nach der erfolgreichen Vorbereitung ohne Niederlage. Zum Start der Zweitligasaison 2013/14 gab es für die Lausitzer gleich einen richtigen Brocken und das Topspiel des Spieltages am Montagabend. Gegner Düsseldorf hat sich nach der Abstiegssaison viel vorgenommen und in den Kader investiert um den direkten Wiederaufstieg anzupeilen. Bommer stand als aktiver Spieler jahrelang in den Diensten der Rheinländer und erlebte Europapokal- und Ligaspiele mit. Für Robert Almer und André Fomitschow war es ebenfalls eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte. Ersterer wechselte in der Sommerpause in die Lausitz und Fomitschow ist ein weiteres Jahr nach Cottbus ausgeliehen. In der Startelf standen vier Neue. Almer, Jendrisek, Takyi und Mrowca für den verletzten Banovic.
Das Spiel begannen beide Teams engagiert mit zaghaften Versuchen sich Möglichkeiten zu erarbeiten. Energie läutete die Standards ein, aber Düsseldorf wurde nach etwa fünf Minuten fordernder und verschaffte sich Luft in der Offensive. Erster Aufreger nach acht Minuten. Einen Freistoß köpfte Sanogo in die falsche Richtung. Der Ball klatschte an den Pfosten und dann ins aus. Wenige Minuten später war es Bellinghausen, dessen Schuss stark von Almer abgewehrt wurde. Düsseldorf blieb spielbestimmend und brachen besonders über rechts immer wieder durch. Doch spätestens bei Almer war Endstation. So auch nach einer halben Stunde, als Bodzek einen Freistoß aus 30 Metern halbhoch rein bringt. Benschop verlängert aufs Tor, wieder ist Almer dazwischen. Kurz vorher war Sanogo auf der Gegenseite durch, probiert es allein, aber der Ball wird abgefälscht und Giefer kann ihn leicht aufnehmen. Bis zur Halbzeit kamen die Gäste durch Takyi und Jendrisek noch zu Chancen, aber es war nichts Zwingendes dabei. Düsseldorf war aber der 35. Minute nicht mehr so aktiv, reagierte in der 42. Minute aber blitzschnell, als Lambertz den Ball noch Richtung Tor lenkte. So ging es mit 0:0 in die Pause.
Unterhaltsames Spiel bis dahin. Düsseldorf mit den besseren Chancen, Cottbus war verhaltener und wurde nach gutem Beginn zusehends in die eigene Hälfte gedrückt, konnte sich gegen Ende aber etwas befreien.
Bommer nahm in der Pause einen Wechsel vor. Bickel kam für Farina um mehr Schwung auf den Flügel zu bekommen. Cottbus kommt wieder besser aus den Startlöchern und verbucht die ersten Chancen. Aber Düsseldorf kämpfte sich auch wieder heran und gestaltet die Partie ab der 50. Minute selbst. In der 56. Minute stand der Ex-Düsseldorfer Almer wieder im Mittelpunkt als er einen Ball abgeklärt von der Linie kratzte. Viele Fouls brachten den Rheinländern Freistöße an verschiedenen Positionen, aus denen sie bis dahin zu wenig machten. Die Führung wäre zu dem Zeitpunkt allemal verdient gewesen, von Cottbus kam nach einer Stunde nichts mehr. Düsseldorf wurde bestimmter und Schulze konnte in der 63. Minute gegen Reisinger nur noch mit einem Foul im Strafraum klären. Schiedsrichter Tobias Welz entschied sofort auf Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher ins linke untere Eck zum 1:0. Bommer reagiert und brachte Fomitschow für Jendrisek. Auch die Düsseldorfer wechselten, Giannis Gianniotas kam für Mathis Bolly. Fomitschow übernahm die linke Seite, Takyi nun als hängende Spitze hinter Sanogo und Bickel auf rechts. Energie versuchte sich endlich wieder in Offensivaktionen, Bickel verpasste den Ausgleich aus guter Position nur haarscharf. Bittroff prüfte in der 73. Minute Giefer mit einem satten Rechtsschuss. Nur drei Minuten später hätte Bellinghausen das 2:0 machen können, wenn da nicht Almer gewesen wäre. Auf der Gegenseite war es wieder Bittroff der nach einem klasse Zuspiel von Kruska hätte treffen können, aber den Ball über das Tor drischt. Mit dem Rückstand im Nacken und der taktischen Umstellung spielte Cottbus nun besser und kam immer wieder vors Düsseldorfer Tor. Aber am Ende geht ihnen anscheinend die Luft aus. Sanogo probierte es noch einmal mit einem Fallrückzieher, wird aber von Welz wegen gefährlichem Spiel zurückgepfiffen. Gute zehn Minuten ab der 75. reichen nicht um den Ausgleich zu erzielen. Cottbus startet mit einer Niederlage, die auch hätte höher ausfallen können.
Nächste Woche Sonntag um 13:30 Uhr empfängt der FC Energie den SC Paderborn zum Heimspielauftakt während Düsseldorf zum Rheinderby zum Nachbarn nach Köln muss.
Statistik:
35.000 Zuschauer
Tore:
64. Minute: 1:0 Reisinger (FE)
Aufstellung:
Energie Cottbus: Robert Almer – Alexander Bittroff, Uwe Möhrle, Julian Börner, Michael Schulze – Nicolas Farina, Sebastian Mrowca, Marc Andre Kruska, Charles Takyi – Erik Jendrisek, Boubacar Sanogo
Fortuna Düsseldorf: Fabian Giefer – Tobias Levels, Martin Latka, Dustin Bomheuer, Cristian Ramirez – Mathis Bolly, Andreas Lambertz, Adam Bodzek, Axel Bellinghausen – Charlison Benschop, Stefan Reisinger
Wechsel:
Energie Cottbus:
46. Minute: Bickel für Farina
65. Minute: Fomitschow für Jendrisek
Fortuna Düsseldorf:
66. Minute: Gianniotas für Bolly
87. Minute: Fink für Reisinger
Karten:
16. Minute: Axel Bellinghausen (gelbe Karte nach Foul)
67. Minute: Julian Börner (gelbe Karte nach Foul)
89. Minute: Boubacar Sanogo (gelbe Karte wegen gefährlichem Spiel)
Foto: Archivbild, Johannes Koziol



