Als Premierenkino wird der Weltspiegel immer vielseitiger. Am Freitag kam es erneut zu einer Premiere. Erstmals stand ein Rennwagen im Mittelpunkt auf der Bühne. Das Team vom BTU-Motorsport nutzte das historische Ambiente um seine eigene Zukunft zu präsentieren, den BTU-04.
Angereichert mit einigen Videos von Auftritten der vergangenen Jahre und der Übernacht-Fertigung des BTU-03 wurde auf die Enthüllung des neuen formula-Students Renners hingearbeitet. Die anwesenden Gäste bekamen technische Details erklärt und jeder Fachleiter unter den Studenten stellten kurz ihr Aufgabengebiet per Videobotschaft vor und erklärten die technischen Fortschritte.
20kg Gewichtsersparnis und ein vollständig aus Carbon gefertigtes Chassie, aber auch eingesparte Bautenzüge sowie ein neuer Antriebsstrang sind das Ergebnis. Dabei geht das Team durchaus ungewöhnliche Wege. Der Motor ist längs angeordnet und dieses Jahr ein Zweizylinder, was laut Teamaussagen nur wenige Wettbewerber machen. Das BTU Team erhofft sich durch den leichteren Motor der weiter hinten und sehr tief eingebaut ist, mehr Beschleunigung aus den Kurven heraus und insgesamt eine härtere Fahrweise. „Von 0 auf 100 schafft er es in unter vier Sekunden“ verkündete das Team stolz. Auch die selbst gefertigten Bremsen gehören zu den technischen Finessen, auf die das Team aufbauen kann.
Ein Problem ganz anderer Art kam dieses Jahr auf die Organisation des gesamten Teams zu. Hatten die Motorsportbegeisterten in den letzten Jahren eher mit einem Mangel an Freiwilligen zu kämpfen, zählt das diesjährige Team 45 Mitglieder, die auch erst einmal strukturiert werden mussten.
Die diesjährige internationale formula-Students Rennserie wird vom 30. Juli bis 04. August auf dem Hockenheim stattfinden. 75 Teams aus aller Welt aus Universitätsstädten wie Beijing, Mumbai, Montreal, Rochester, Bari, Graz, Alexandria und Bratislava, um nur die internationalen zu nennen, nehmen teil. Dazu noch zahlreiche deutsche Teams aus Städten wie München, Bochum, Dortmund, Karlsruhe, Berlin und eben Cottbus.




