Die Interessensgemeinschaft Bundesstraße 169 (IG-B169) übte scharfe Kritik am Kreisentwicklungskonzept 2020 (KEK) für Spree-Neiße. Gegenüber dem Kreisentwicklungskonzept 2013 wurde die Fortführung des Neubaus einer Entlastungsstrecke für die B169 von Schorbus bis Kahren ersatzlos gestrichen und dafür der weitere Ausbau der B87 mit hoher Priorität aufgenommen.
„Die Entscheidung ist für uns absolut unverständlich“ kritisierte Gerhard Düring, Sprecher der IG-B169 das aktuelle Konzept. Betrachtet man die Verkehrsentwicklungen beider Bundestraßen ist zu erkennen, dass die B169 gegenüber der B87 eine weitaus bedeutendere Rolle einnimmt. Allein die Verkehrszahlen sprechen hier für sich. Liegt der durchschnittlich tägliche Verkehr auf der B169 bei ca. 11.000 Kfz steigend, entwickelt sich der durchschnittlich tägliche Verkehr auf der B87 von 3.600 Kfz rückläufig. „Der Verzicht auf die Fertigstellung der Ortsumfahrungen der B169 führt auch weiterhin zu einer steigenden Beeinträchtigung der anwohnenden Bürger, da bereits heute die zulässigen Grenzwerte der einschlägigen Immissionen mindestens erreicht und überschritten sind“ sagte Düring.
Die IG-B169 sehe in der vorgelegten Verkehrsplanung eine nicht sachgerechte und nicht objektive zukünftige Ausrichtung und reichte daher eine kritische Stellungnahme zum KEK 2020 ein. Die Mitglieder der IG beantragen ausdrücklich die Aufnahme der Ortsumgehungen Klein Oßnig und Klein Gaglow der B169 in das Kreisentwicklungskonzept 2020, wie im Kreisentwicklungskonzept 2013 enthalten war.
Die IG-B169 begrüßt es, dass der Landrat Harald Altekrüger sich von den Argumenten der engagierten Bürger überzeugen liess und auf einer Informationsveranstaltung in Kolkwitz am 10.09.2012 ausdrücklich am die Aufnahme dieser Ortsumgehung zugesagt. „Wir hoffen, der Landrat hält Wort und passt das Kreiskonzept entsprechend an“, sagte Düring.
Die Interessengemeinschaft Bundesstraße 169 (IG-B169) besteht aus Bürgerinitiativen der Orte Klein Gaglow, Klein Oßnig, Neupetershain-Nord und Allmosen. Die Anwohner in den Ortschaften wenden sich gemeinsam gegen die Lärmbelastung an der Bundesstraße. Bereits seit 2007 arbeiten in allen Bürgerinitiativen ca. 50 Personen aus allen Bevölkerungsschichten aktiv mit. Diese Bürger vertreten insgesamt ca. 400 Betroffenen in den Orten entlang der B 169. Hauptkritikpunkte sind Zunahme gesundheitlichen Schaden, Lärm-und Luftverunreinigungen, überhöhte Geschwindigkeiten durch LKW, Schutz unseres Eigentums vor Zerstörung durch Erschütterungen, entstehender Wertverlust, Einbußen von Lebensqualität .
Quelle und © Foto: Interessengemeinschaft Bundesstraße 169 (IG-B169)
Krieschow empfängt Aufsteiger Heiligenstadt. Auch live im Netz
Der VfB Krieschow will am Samstag im Heimspiel gegen den 1. SC Heiligenstadt den ersten Heimsieg der laufenden Oberligasaison einfahren....