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Niederlausitz Samstag, 07 Januar 2017 22:17 |  von Redaktion

DLRG warnt: Vorsicht beim Betreten der Lausitzer Eisflächen!

DLRG warnt: Vorsicht beim Betreten der Lausitzer Eisflächen!

Schne und Regen geben sich seit einigen Tagen die Klinke in die Hand. Seit Donnerstag hat es sich noch einmal spürbar abgekühlt. Temperaturen bis zu -10°C sorgten für eine erste dünne Eisdecke auf den Seen und Teichen. Kaum sind die Seen zugefroren, werden sie zur Attraktion für Groß und Klein. Doch Vorsicht: Mit dem Spaß auf dem Eis lauern leider auch einige Gefahren.

Daher warnt die DLRG Stadtverband Cottbus e.V. vor dem zu frühen Betreten der Eisflächen und weisen auf mitunter lebenswichtige Verhaltensweisen hin:

  • Gehen Sie nicht gleich an den ersten Tagen auf zugefrorene Gewässer. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Amt, ob ein gefahrloses Betreten der Eisflächen möglich ist. Hören Sie auf Warnungen im Radio, TV oder in Zeitungen.
  • Ein Grundsatz besagt, dass das Eis auf stehenden Gewässern mindestens 15 cm und auf fließenden Gewässern mindestens 20 cm dick sein sollte.
  • Gehen Sie nie allein aufs Eis. Besonders Kinder sollten keine Eisfläche ohne Aufsicht betreten.
  • Das Eis sendet Signale aus, die jeder kennen sollte:
    • Verlassen Sie das Eis sofort, wenn es knistert und knackt.
    • Dunkle Stellen verraten, dass das Eis noch zu dünn ist. Hier droht Gefahr einzubrechen.
    • Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen, an bewachsenen Uferzonen und Wasserbauwerken geboten.
    • Seen, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind, stellen eine besondere Gefahr dar. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.
  • Sollten Sie im Eis einbrechen, so versuchen Sie sich flach auf das Eis zu legen und langsam in Richtung des Ufers zu bewegen. Achten Sie hierbei auf die Festigkeit des vor Ihnen liegenden Eises.
  • Helfen Sie anderen, wenn Sie Hilfe brauchen. Nutzen Sie Hilfsmittel zur Rettung eingebrochener Personen. Hierzu eignet sich alles, was Ihr Gewicht auf dem Eis verteilt, zum Beispiel ein Brett, eine liegende Leiter oder ein umgedrehter Schlitten.
  • Nach der Rettung sollte eine eingebrochene Person langsam, mit Hilfe trockener Kleidung und Decken, aufgewärmt werden. Eine Unterkühlung kann lebensbedrohlich sein, ein Notruf sollte dementsprechend abgesetzt werden.

Besonders Eltern sollten ihre Kinder für die Gefahren auf dem Eis sensibilisieren. Schon kleinste Eisflächen, wie der heimische Gartenteich, bergen mitunter große Risiken und können recht schnell zur Falle für kleine Kinder werden. Leider kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen, die nicht selten tödlich enden

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