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Cottbus Dienstag, 27 Juni 2017 21:53 |  von Redaktion

"Cottbus für Alle" oder "Grenzen dicht"? Politische Demos ziehen durch Cottbus

"Cottbus für Alle" oder "Grenzen dicht"? Politische Demos ziehen durch Cottbus

Am 27.06.2017 waren zwei politische Demonstrationen in Cottbus angemeldet. Auf der einen Seite trafen sich an der Oberkirche Anhänger der Initiative "Zukunft Heimat" aus Golßen, um wiederholt unter dem Motto "Grenzen dicht" zu demonstrieren. Unter den Rednern war die parlamentarische Geschäftsführerin der Brandenburger AfD-Fraktion, Birgit Bessin, weitere Parteimitglieder, PEGIDA-Teilnehmer sowie NPD-Funktionäre, Kampfsportclubmitglieder und 1%-Anhänger waren unter den Demonstranten zu sehen. Sie zogen nach einer Eröffnungsansprache in der die Angst vor Ausländern und die Rentenarmut thematisiert wurden zogen sie über den Altmarkt, die Sprem und die Mühlenstraße zurück zur Oberkirche, wo auch eine Abschlusskundgebung stattfand. Zwischendurch riefen die Teilnehmer "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen." und "Wir sind das Volk."

Auf dem Brandenburger Platz versammelten sich um 19 Uhr Menschen, die dem Aufruf von "Cottbus für Alle" gefolgt waren. Vor Ort waren auch der Cottbuser Aufbruch, Vertreter der BTU Cottbus-Senftenberg, der Partei "Die Linke", von Attac, Amnesty International und der Friedensbewegung. Der Marsch zog entlang der Franz-Mehring und Karl-Liebknecht-Straße zur Stadthalle und dann durch die Friedrich-Ebert-Straße bis zur BTU. Sie thematisierten auf der Route die aufkommende Fremdenfeindlichkeit und Gewaltbereitschaft rechter Gruppen.

Auf beiden Demonstrationen waren etwa 400 - 500 Personen anwesend. Festzustellen war, dass die Teilnehmer der Demo "Cottbus für Alle" teils deutlich jünger und weiblicher waren, während die "Zukunft Heimat" Teilnehmer vorrangig Männer waren.

Beide Demonstrationen blieben bis zum Ende friedlich, wie die Polizei berichtet: "  Zwei für den Dienstagabend in Cottbus angemeldete Versammlungen mit entsprechenden Aufzügen durch die Innenstadt verliefen ohne Störungen. Vor, während und nach den Versammlungen kam es zu keinen Problemen. Der Individual- und der öffentliche Nahverkehr waren kurzzeitig beeinträchtigt."

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