Kolkwitz Freitag, 16 August 2019 von Redaktion

500 Jobs in Aussicht. Kolkwitz soll Zentrum für Altersforschung bekommen

500 Jobs in Aussicht. Kolkwitz soll Zentrum für Altersforschung bekommen

In der Gemeindevertretersitzung vom 13. August 2019 wurden den Anwesenden im Rahmen der ersten öffentlichen Bürgerbeteiligung erste Vorstellungen des neu geplanten Zentrums für Geroprophylaxe vorgestellt. Bauherr und Ideengeber Arie Rivosh, Geschäftsführer der Cottbuser Firma BGE GmbH sowie der I.L.L.V Medical Projects Ltd. gab erste Details der Planung im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung des Bebauungsplanverfahrens bekannt. In Planung ist, angrenzend an das einstige Kolkwitzer Klinikgelände, ein Zentrum zur Erforschung, Diagnostik und Prophylaxe von Alterungsprozessen zu errichten bei gleichzeitiger Schaffung von bis zu 500 Arbeitsplätzen.

In dem Medizinkomplex soll ein Altenpflegeheim mit 132 Betten, ein Zentrum zur Vorbeugung der Alterungsprozesse mit 72 Plätzen, die Forschungszentren für Biogerontologie und beraterische Geriatrie, ein Wellness-Zentrum, ein Hotel mit 120 Zimmern für Gesundheitstourismus, ein Wohnkomplex für Personal und Menschen mit begrenzten körperlichen Möglichkeiten, sowie ein Pflegewohnkomplex mit 60 Wohnungen entstehen. Wie der Investor erklärt, wird in den kommenden 15 Jahren eine Steigerung des Bevölkerungsanteils der über 65-Jährigen auf bis zu 38 Prozent in Brandenburg erwartet. In Folge der Alterung der Gesellschaft sei die Nachfrage nach Pflegeheimen und Zentren für Gerontologie und Geriatrie in Deutschland steigend. Zudem mangele es an einzigartigen Anti-Aging-Medizintechnologien und Technologien für neurodegenerative Erkrankungen auf dem Markt. Bedarfe bestehen u. a. auch für hochtechnologische Zentren, in denen das Wohnen der Generation 65 plus möglich ist und Präventivmedizin angeboten wird.

Das wichtigste strategische Ziel des Projekts ist die Schaffung eines modernen, kosteneffizienten Forschungs- und Gesundheitskomplexes, der mit einzigartigen Methoden und modernen Technologien für Gesundheitsförderung zur Verbesserung der Lebensqualität der Bevölkerung Deutschlands und der Bewohner aus den Nachbarländern beitragen wird. Erste Gespräche wurden bereits seit 2017 mit der Wirtschaftsförderung Cottbus (EGC) geführt. Die Wirtschaftsförderung Cottbus unterstützt das Vorhaben u.a. als Projektmanager von Anfang an. Zudem hält die EGC stetigen Kontakt zum Investor sowie der Kolkwitzer Verwaltung.

Der Kolkwitzer Bürgermeister Karsten Schreiber unterstützt dieses Großprojekt: „Ich freue mich sehr, dass gerade Kolkwitz als Standort für das Geroprohylaxe-Zentrum mit Unterstützung der Stadt Cottbus gewählt wurde. Die Schaffung einer Vielzahl von Arbeitsplätzen im Bereich der medizinischen Versorgung kann ich nur begrüßen. Die sehr gute interkommunale Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Cottbus als Initiator und Treiber des Projekts trägt dazu bei ein solches Leuchtturmprojekt in die ganze Region ausstrahlen zu lassen und ist gerade in den Zeiten des zu meisternden Strukturwandels ein wichtiges positives Signal zur Belebung der Lausitz“.

Das Vorhaben verbindet den Technologiepark und das ehemalige Klinikum und schließt damit eine Siedlungslücke. Das Baufeld umfasst cirka 10 Hektar, wovon nur knapp 5 Hektar bebaut und der Rest asl hochwertiges Wald- und Parkgebiet erhalten bleiben soll. Mittelfristig ist auch eine Verknüpfung mit dem alten Klinikum vorgesehen. 

Foto: Beispielgrafik

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