Kolkwitz Sonntag, 20 Januar 2019 von Redaktion

Kolkwitzer Feuerwehr blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Kolkwitzer Feuerwehr blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

2018 war für die Kameradinnen und Kameraden der Kolkwitzer Ortswehr mit 67 Einsätzen zwar ein eher ruhiges Jahr, aber abseits der Einsatzstelle war es recht turbulent: Ein neues Löschfahrzeug, viele Feiern und ein Wechsel der Ortswehrführung.

Nach 18 Jahren war es das letzte Mal, dass Ralf Pujo die Sitzung eröffnete – diesmal unter dem Heulen der Sirene. Das war allerdings keine geplante Abschiedszeremonie, sondern ein echter Einsatz. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass die Kolkwitzer KameradInnen am Einsatzort nicht benötigt werden und die Versammlung konnte starten. In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Ralf Pujo bei allen, die ihn in den letzten Jahren unterstützt und ihm den Rücken frei gehalten haben. Seit 2001 leitet Ralf Pujo die Geschicke der Kolkwitzer Ortswehr, von Anfang an unterstützt durch Steffen Theiler als Gerätewart und stellvertretender Ortswehrführer. Mitte des Jahres gaben beide bekannt, ihre Posten an der Spitze der Ortswehr zur Jahreshauptversammlung niederzulegen und die Führung in jüngere Hände abzugeben. Allerdings wollen sie ihren Nachfolgern noch weiter beratend zur Seite zu stehen. Einen wichtigen Rat gaben sie schon früh: Die Verantwortung auf mehreren Schultern zu verteilen. So fand sich ein achtköpfiges Team aus verschiedenen Generationen, das künftig die Ortswehrführung bildet. Angeführt vom neuen Ortswehrführer Marco Kunisch und seinem Stellvertreter René Badack.
Marco Kunisch weiß, dass er und sein Team in recht große Fußstapfen treten: „Ralf und Steffen waren diejenigen, die die Mannschaft zusammengehalten haben und sich darum bemüht haben, die Kameradschaft weiter auszubauen. Dieser Effekt stellt sich nicht automatisch ein. Ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass ein Großteil der ‚alten‘ Wehrleitung weiterhin motiviert sind mit uns ‚neuen‘ zusammenzuarbeiten. Bei allem Neuen ist die Erfahrung aus dem Alten das Wichtigste.“

Deutliche Veränderungen gab es an den Uniformen mehrerer Kameraden: Dennis Koal, Martin Mathow und Christian Otte wurden zum Brandmeister und damit in einen „Offiziersgrad“ befördert. Sie tragen damit ab sofort die silberne Kordel an der Mütze. Davon sind unsere vier Neuzugänge noch ein Stück entfernt: Pascal Beck, Jonas Hohm, Merlin Irmer und Tatjana Neumann hatten im vergangenen Jahr bereits zahlreiche Einsätze mitgefahren. Die ehemaligen Jugendfeuerwehrleute wurden nun nach absolviertem Truppmann-Lehrgang zum Feuerwehrmann bzw. Feuerwehrfrau befördert.

Nicht nur personell hat sich im vergangenen Jahr einiges getan, sondern auch technisch. Wichtigster Meilenstein war natürlich die Indienststellung des neuen HLF20, das das alte Löschgruppenfahrzeug ablöst und technisch auf dem neuesten Stand ist. Eine Investition, die die Gemeinde komplett aus Eigenmitteln bezahlt hat. Und die sich schon bezahlt gemacht hat, so Ordnungsamtsleiter Martin Mathow: „Gerade bei Verkehrsunfällen auf der L49 kam die neue Ausrüstung zum Einsatz. Durch sie habt Ihr mindestens ein Menschenleben gerettet.“ Fast jeder zweite Einsatz im Jahr 2018 war eine sogenannte technische Hilfe, also z.B. ein Verkehrsunfall. Zwar gab es auch einen größeren Waldbrand bei Zahsow, zu dem die Kameradinnen und Kameraden mehrfach ausrücken mussten, aber im Waldbrandjahr 2018 blieb die Großgemeinde glücklicherweise größtenteils verschont. Allerdings rückten 3 Kameraden zum Großbrand nach Treuenbrietzen aus, um die Kräfte dort zu unterstützen.

red/pm

Bild: Freiwillige Feuerwehr Kolkwitz

Das könnte Sie auch interessieren

Neuste Angebote