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Hänchen Dienstag, 23 Oktober 2018 von Georg Zielonkowski

Hoffnungsvoller Motocross-Nachwuchs im Cottbuser Umland zuhause

Hoffnungsvoller Motocross-Nachwuchs im Cottbuser Umland zuhause

Der letzte Lauf zur diesjährigen ADAC-Junior-Cup-Serie, der rund um den Hänchener Weinberg zur Austragung gekommen ist, hat eindrucksvoll bewiesen, dass mit dem Motocross-Nachwuchs in der Lausitz durchaus zu rechnen ist. Allen voran gibt Felix Melnikoff aus Werben zu dieser Hoffnung Anlass. Der 12-jährige hatte vor dem finalen Lauf von Hänchen bereits zwei Titel heraus gefahren. Zum einen hatte der die Schule in Burg besuchende bereits die Enduro-Cup-Serie in Sachsen gewonnen, andererseits gewann Felix auch den ADAC-Bundesendlauf der Motocrosser. Was bemerkenswert deshalb war, weil sich das Talent, dessen Stärken eigentlich im Enduro-Bereich liegen, hier gegen alle Motocross-Spezialisten durchsetzen konnte. 

„Am Weinberg“ von Hänchen stand nun die dritte finale Bewährungsprobe auf dem Programm, in die der Schützling seines Vaters Jens (ehemalige Motocross-Fahrer) allerdings recht gelassen gehen konnte. Hatte er doch an den vorangegangenen Renntagen einen komfortablen Vorsprung heraus gefahren. Diesen konnte er auf seiner Hausstrecke noch ausbauen, indem er dem Zweitplatzierten des Tages während des einstündigen Marathons über Stück und Stein rund drei Minuten abnahm.

Bemerkenswert zudem, dass Benedikt Ahrens in der Klasse bis 85 ccm in der Tageswertung vor seinem Bruder Kimi auf Platz drei einkam. Damit sicherte sich der junge Drachhausener zugleich Rang drei in der Saisonwertung dieser Kategorie.

Die drei Genannten sind, wie auch Janek Chmell (in Hänchen Platz fünf in der 85er Klasse) und die Geschwister Lina und Willi Süßmuth, sowie Dion Zachow Mitglied beim MSC Hänchen. In diesem Traditionsverein südwestlich von Cottbus ist man freilich ausgesprochen zufrieden, dass es die in der Vorspreewaldgemeinde Werben beheimateten „MX Pirates“ gibt. Diese motorsportbegeisterte Interessengemeinschaft wird vom sportlichen Leiter Jens Melnikoff geführt. Ohnehin kommt der Charakter der Gruppe betont familiär daher. „Nicht nur die Fahrer haben bei uns ihre Heimat, auch deren Familien beziehen wir immer ein. So sind über den Motorsport hinaus gehende Aktivitäten an der Tagesordnung. Ob Besuche im Tropical Island oder zu anderen Motosportevents sind üblich. Auch gemeinsame Clubabende gehören ins Jahresprogramm. Neben dem sicher intensiven Training natürlich. Dass all dies auch seinen Zweck erfüllt, haben wir nicht zuletzt in der zu Ende gegangenen Saison erlebt“, erzählt Antje Melnikoff, die Mutter des Dreifachmeisters 2018.

 

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