Guben Dienstag, 26 März 2019 von Redaktion

Strukturwandel: Wirtschaftsstandort Guben macht Industriegebiete fit

Strukturwandel: Wirtschaftsstandort Guben macht Industriegebiete fit

Strukturwandel in der Lausitz. In der Standortkonferenz vom 22.03.2019 wurden die Entwicklungspotentiale für das Industriegebiet Guben Süd thematisiert. Zu den Teilnehmernzählten Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Laussitzbeauftragter Dr. Klaus Freytag, Bür- germeister Fred Mahro, Managing Director der ESS Power GmbH René Kassmann, CEOder Trevira GmbH Klaus Holz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und HandelskammerCottbus Herr Marcus Tolle sowie weitere Vertreter der ansässigen Firmen aus dem Industriegebiet in Guben.

Der Wirtschaftsstandort Guben ist einer der fünf bedeutenden Industriestandorte innerhalb der Wirtschaftsregion Lausitz. Seit 2000 wurde in die Modernisierung der Infrastruktur des gesamtes Industriegebietes Guben Süd ein Investitionsvolumen von 29 Mio. EUR investiert. Dazu zählten Abrissarbeiten, der Ausbau der Infrastruktur und Medien, Erschließung neuer Industrieflächen und die Modernisierung der Sicherheitstechnik. In der Folge entstand eineErweiterung der Produktionskapazitäten bereits ansässiger Unternehmen und Neuansiedlungen. Aktuell zählen zu den drei größten Firmen im Industriegebiet die Trevira GmbH mit rund 600 Beschäftigten, die MEGAFLEX Schaumstoff GmbH mit ca. 400 Beschäftigten und ATT Polymers GmbH mit rund 60 Beschäftigten. Durch den geplanten Kohleausstieg ist ein grundlegender Strukturwandel in der Lausitz notwendig. Dies ist eine gemeinsame Aufgabe vom Bund, den Ländern und der Städte und Gemeinden. Die Stadt Guben plant und realisiert seinen Beitrag zum Strukturwandel im Rahmen von kurzfristigen und langfristigen Projekten.

Kurzfristig realisierbar wären zum Beispiel die Erweiterung und Modernisierung des Industriegebietes Guben Süd II mit einer neu erschlossenen Fläche von 32 ha. Zusätzlich ist die Entkoppelung des Abwassernetzes des Industriegebietes vom übrigen Stadtnetz geplant. Mittelund langfristig realisierbar wäre die Schaffung eines Railports (Umschlagplatz Straße –Schiene und umgekehrt), Erweiterung des Industriegebietes Guben Süd III und die Erschließung des Industriegebietes Nord gemeinsam mit der Gemeinde Schenkendöbern mit einer Fläche bis zu 100 ha. Dies birgt ein Potential von 400 bis 500 neuen Industriearbeitsplätzen für den Wirtschaftsstandort. Ministerpräsident Woidke betonte, dass die Stadt Guben mit ihrem Maßnahmenkonzept gute Voraussetzungen bietet um den Strukturwandel erfolgreichzu gestalten. Ende April soll ein Maßnahmengesetzt durch das Bundeswirtschaftsministerium auf den Weg gebraucht werden, welches bereits erste Maßnahmen für den Ausbau des Industriegebietes beinhalten könnte, so Ministerpräsident Woidke. Der CEO der TREVIRA GmbH, Klaus Holz und René Kassmann, als Vertreter der Firma ENERTEC AG bestätigten die guten Standortbedingungen hier in Guben. Die Landesregierung ist insgesamt gut mit den Unternehmen vernetzt und eine gute Zusammenarbeit mit der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) begleitet die Unternehmen. Momentan liegen mindestens zwei konkrete Ansiedlungsprojekte für das Industriegebiet Guben Süd vor. Außerdem setzen die Unternehmen, allen voran die TREVIRA GmbH und diezur Grupa Azoty gehörende ATT Polymers, verstärkt auf eine Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg. Bereits Anfang April werden vertiefende Gespräche über den Ausbau der Logistik in und für das Industriegebiet im Rahmen einer Konferenz mit deutschen und polnischen Unternehmen in Guben fortgesetzt.

 

pm/red

Das könnte Sie auch interessieren