Niederlausitz Mittwoch, 09 Dezember 2020 von Redaktion/Werbung

Liegt die Zukunft der LEAG im Hanf?

Wie geht es mit der LEAG und den Beschäftigten während und nach dem Kohleausstieg weiter? Die Kohlekraftwerke werden bis 2038 abgeschalten, die Kohleförderung aus Lausitzer Tagebauen eingestellt. Die LEAG und angeschlossene Auftragsunternehmen beschäftigen mehrere tausend Menschen und geben ihnen Arbeit. Doch wie geht es weiter? Dafür probiert das Unternehmen mehrere küntige Geschäftsfelder auf ihren Flächen und mit dem vorhandenen Know-How der Mitarbeiter aus, um Einsatzmöglichkeiten und Geschäftsideen für morgen auszuprobieren. In kurzen Videos stellt das Unternehmen nun Mitarbeiter und ihre Tätigkeitsfelder im digitalen Unternehmensmagazin "Carbon" vor. Es geht los mit: "Saure Gurken waren gestern, einmal Hanföl bitte!"

Lausitzer Hanfarbeit

„Hanföl ist nur der erste Schritt. Für die Zukunft streben wir die Vollverwertung der Pflanze an.“ sagen Hannes Mitrach und Stefan Zimmermann vom Hanfteam LEAG. Zumindest wenn es nach Stefan und Hannes geht. Die beiden haben sich mit zwei Kollegen zusammengetan, um die Potentiale von Nutzhanf auszuloten. Schließlich erlebt die jahrhundertalte Kulturpflanze gerade ihr Comeback. Ob als Speiseöl, in Schokolade, Nahrungsergänzungsmitteln, in Kosmetika oder in der Baustoffindustrie: Hanf boomt, denn er ist vielseitig einsetzbar, gesund und robust.

Für die LEAG, einen der größten Flächenbesitzer der Lausitz, eine vielversprechende Kombination. Wir schauen uns mit Hannes und Stefan die ersten „Feldversuche“ an und besuchen eine 500 Jahre alte Mühle am Rande des Spreewalds, in der aus diesen Pflanzen das erste zu 100 Prozent regionale Hanföl der Lausitz gepresst wird. 

Lausitzer Hanfanbau

Auf insgesamt acht Hektar Land wurden im Frühjahr 2020 zu Testzwecken drei Hanfsorten auf Lausitzer Böden angepflanzt. Das Projektteam von LEAG und TSS ging mit den Sorten Finola, Fedora 17 und USO 31 an den Start, um zu erforschen, wie die robuste Nutzpflanze sich für die trockenen Böden der Lausitz eignet - ohne künstliche Bewässerung, ohne Pestizide und Herbizide. Die Saat wurde zum einen auf dem noch jungen Kippenboden des Tagebaus Jänschwalde in Brandenburg ausgebracht. Gleichzeitig bestellte man den gewachsenen Boden einer Vergleichsfläche in Sachsen. Inzwischen ist die Ernte eingebracht.

Darüber hinaus testet die LEAG auch den Pfeffer- und Lavendelanbau in der Region ->> Weiterlesen

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