Niederlausitz Montag, 01 Juli 2019 von Redaktion

Waldbrand: Geruch bis Elbe-Elster. Katastrophenalarm in Mecklenburg-Vorpommern

Waldbrand: Geruch bis Elbe-Elster. Katastrophenalarm in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern stehen derzeit über 400 Hektar eines ehemaligen Truppenübungsplatzes bei Lübtheen (Landkreis Ludwigslust-Parchim) in Flammen. Der Landkreis hat Katastrophenalarm ausgelöst, 800 Anwohner und etwa 100 Kinder eines Ferienlagers werden evakuiert. Über 350 Einsatzkräfte, zwei Hubschrauber der Bundespolizei und zwei Hubschrauber der Bundeswehr wurden angefordert bzw. sind vor Ort, ein Löschpanzer ebenfalls. Die Feuerwehr hat Riegelstellungen vor den Ortschaften Trebs, Alt Jabel und Jessenitz-Werk errichtet, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Seit 7 Uhr wird Trebs vorsorglich evakuiert. Der Brandgeruch reicht bis nach Dahme-Spreewald und Elbe-Elster, weshalb mehrere Anrufe die Feuerwehr wegen vermeintlicher Brände erreichte. Die Leitstelle bittet, den Notruf nur anzurufen, wenn tatsächlich Rauch oder Feuer zu sehen ist, auch um die freiwilligen Einsatzkräfte nicht unnötig zu belasten.

Vom Brandgeruch sind auch weitere Landkreise und Städte in Brandenburg wie die Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, das Havelland und Potsdam betroffen. 

Zurzeit sind mehr als 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz, Polizei und anderen Institutionen bei dem Brand in Lübtheen im Einsatz. Weitere Kräfte aus anderen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns sowie aus Niedersachsen sind angefordert. Landkreis Nordwestmecklenburg, Landkreis Rostock, Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind mit je einem Löschzug vor Ort. Gegen 9 Uhr rückt eine Brandschutzeinheit aus Niedersachsen mit rund 120 Kräften an.

Auch starten um 9 Uhr zwei Löschhubschrauber der Bundespolizei, zwei weitere sind von der Bundeswehr angefordert. Die Wasserentnahme erfolgt aus dem Schaalsee und dem Waldbad Probst Jesar. Deshalb werden diese für die Öffentlichkeit gesperrt.

Da es sich bei dem Gebiet um eine munitionsbelastete Fläche handelt, besteht für alle ein Sicherheitsabstand von 1000 Metern. Die Bevölkerung wird eindringlich gebeten, das Waldgebiet nicht zu betreten um die Einsatzkräfte nicht zu behindern.

Die Einwohner werden gebeten, vor Ort auf Lautsprecherdurchsagen zu achten. Für Anwohner wurde ein Bürgertelefon unter  038855 / 78744 eingerichtet.

Foto: Archivbild

 

 

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