Niederlausitz Donnerstag, 07 Februar 2019 von Redaktion

Ostdeutsche Unternehmerverbände: Kohleausstieg bringt Ruck für die Lausitz

Ostdeutsche Unternehmerverbände: Kohleausstieg bringt Ruck für die Lausitz

Die Interessengemeinschaft der Unternehmerverbände Ostdeutschlands und Berlin (IGUV) unterstützt die optimistische Position der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH WR.Lausitz und ist überzeugt, dass jetzt ein Ruck durch die Lausitz und das mitteldeutsche Revier gehen kann. "Die Empfehlungen machen nun endlich die Bahn frei für die gute Zukunft“ - so WR.Lausitz-Geschäftsführer Torsten Bork.

Die IGUV begrüßt den Abschlussbericht der Kohlekommission und die Empfehlungen zur Umsetzung durch den Bund. Die positive Ausgangssituation für den Strukturwandel insbesondere für die Lausitz ist jetzt endlich definiert und damit eine gute Basis für das Gelingen der zukünftigen Entwicklung in der Region der nächsten 15 bis 20 Jahre. Rund 18 Milliarden Euro sind eine große Chance für eine Europäische Zukunfts- und Modellregion. Das ist mehr Zeit und Geld für unsere Lausitz, als man erwarten durfte. Aufbruch, Zukunft und Chancen wird es aber nur geben, wenn mit der Umsetzung der geplanten über 70 Projekte aus dem Maßnahmenplan sofort begonnen wird.

Der Katalog der Maßnahmen wird von den Mitgliedern grundsätzlich unterstützt, aber am Ende geht es nicht um Aktivitäten oder möglichst viel Projekte, sondern um realen Strukturwandel. Der Präsident des UVBB, der Mitglied der IGUV ist, Dr. Burkhardt Greiff, forderte am Rande eines  Meetings in Potsdam die Bundesregierung auf, die ganze Sache sollte jetzt schnellstmöglich in Gesetzesform gegossen werden und unterstrich: "Die Regionen und besonders die Lausitz brauchen jetzt schnellstmöglich Planungs- und am Ende auch Zahlungssicherheit. Die Absicht, bis Mai die anvisierten Maßnahmen zur Unterstützung des Strukturwandels in einem  Gesetz zu verankern, ist richtig und wichtig. Was die betroffenen Länder und die Lausitz aber brauchen, ist ein Gesetz, in dem Planungen beschleunigt werden, sonst werden aus den vielen guten Worten keine Taten. Die brauchen wir aber für die Menschen und die Unternehmen in den betroffenen Regionen."

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