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Niederlausitz Donnerstag, 25 Oktober 2018 von Redaktion

Lausitzer Existenzgründerideen nominiert

Der Lausitzer Existenzgründerpreis 2018 steht kurz vor dem Abschluss und am 25.10.2018 wurden in Cottbus die fünf nominierten Gründer vorgestellt. Die Palette der Gründungsideen reicht von neuer Technologie bei der Betonherstellung, über exklusive Friseurleistungen, innovative vegane Lauflernschuhe für Babys, einen neuartigen Stromgenerator für Camper und Caravanbegeisterte bis zum digitalen Kreativdesign. Die Wirtschaftsinitative Lausitz führte durch die Veranstaltung und stellte auch den diesjährigen Sonderpreis vor. Businesspläne von Schülern standen dieses Jahr dabei im Fokus und die "Help4U" Schüler GmbH des Léon-Foucault-Gymnasium in Hoyerswerda konnte sich vor dem Emil-Fischer Gymnasium aus Schwarzheide mit "Kooperation Schule-Wirtschaft" durchsetzen. 

Nach der Businessplanabgabe bis zum 31.08.2018, einer fünfminütigen Kurzvorstellung vor einer 11 köpfigen Jury wurde nun bekannt welche Gründungsideen sich beim diesjährigen LEX durchgesetzt haben. Michael von Bronk, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Lausitz zeigte sich über kreativen und innovativen Geschäftsideen beeindruckt. "Das lässt mich ausgesprochen zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die Lausitz ist eine gute Adresse für Neugründungen, Unternehmertum und Innovationen. Ich bedanke mich bei allen Teilnehmern für den Mut und wünsche einen guten Start und nachhaltigen Erfolg."

 

Neben den fünf Nominierten gab es auch schon zwei Auszeichnungen bekannt zu geben, der Sonderpreis "Schülerbusinesspläne" geht an die "Help4U" Schüler GmbH des Léon-Foucault-Gymnasium in Hoyerswerda und an das Emil-Fischer Gymnasium aus Schwarzheide, mit "Kooperation Schule-Wirtschaft".

Sonderpreis Schülerbusinesspläne:

Schüler GmbH "Help4U":

Mit ihrer Schülerfirma zur Vermittlung von NAchhilfeunterricht bringen die jungen Unternehmer des Gymnasiums Schüler mit Nachhilfebedarf mit Nachhilfelehrern, die selbst noch Schüler sind, zusammen.

Schülerfirma "Kooperation Schule-Wirtschaft":

Die Schülerfirma nimmt kleine Aufträge von regionalen Firmen entgegen, welche an Schüler des Gymnasiums vermittelt werden. Die Firmenaufträge umfassen dabei vor allem Dienstleistungen in den Naturwissenschaften, Mathematik, Informatik aber auch in der Kunst- und Kreativarbeit.

Wir stellen nun noch alle LEX-Nominierten vor:

SonoCrete GmbH:

SonoCrete steht für eine neue und innovative Technologie, die die Nachhaltigkeit von Betonprodukten verbessert und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit von Betonen steigert. Das international vernetzte Team aus Ingenieuren und Wissenschaftlern der BTU-Cottbus-Senftenberg und der Bauhaus-Universität in Weimar haben ein voll funktionsfähiges Labormuster eines Mischsystems entwickelt, das mit intensivem Ultraschall die Aushärtphase für Betonfertigteile verringert und gleichzeitig den Primärenergiebedarf für die Wärmebehandlung um bis zu 75% senkt. "Im Labortest konnten wir mit Praxisstücken eines bayrischen Betonwerks nachweisen, dass sie 2.000 Liter Heizöl pro Tag sparen könnten, im Jahr wären das 500.000 Litern entspräche und das bei einem Werk." sagt Gründer Ricardo Remus, Bauingenieur und Betontechnologe. Nun wird das System zur industriellen Anlage weiterentwickelt, erpobt und soll danach in die Serienproduktion gehen. Zusammen mit Dr. Christiane Rößler von der Bauhaus Universität sollen in den nächsten zwei Jahren die ersten Umsätze erzielt werden. 

Viktorias Meistersalon: 

Viktoria Graßme ist seit 2016 Firseurmeisterin und plant bis zum 01.05.2019 ihren eigenen Salon in der Cottbuser Altstadt. Ein individuelles Terminsystem, qualitativ hochwertige Friseurdienstleistungen, Sparmöglichkeit mit einem Zeitpartner während des Friseurbesuchs und eine Geschlechtergleichheit bei den PReisen, da die Bezahlung nach Zeiteinheiten erfolgt sind ihre Ansatzpunkte für ein erfolgreiches Unternehmen. Die künftige Geschäftsführerin hat bereits elf Jahre Berufserfahrung und will nun die neue Herausforderung mit innovativen Ansätzen wagen. "Ich will den Salon mit modernen, kreativen Methoden und einem neuartigen Konzept führen, das Kunden begeistern soll. Ab dem Moment in dem Kunden den Salon betreten, sollen sie sich wohlfühlen und eine angenehme Atmosphäre kreiiert werden. Mehr zu ihrem innovativen Terminansatz mit Zeitpartner erfahrt ihr im Titelvideo.

LightSteps:

Mit innovativen, veganen Krabbel- und Lauflernschuhen für Babys und Kleinkinder wollen Magdalena Davidovska, die ihrem Master Wirtschaftsingenieurwesen an der BTU Cottbus-Senftenberg absolviert und Lena Genchev, ebenfalls von der BTU im Masterstudium Betriebswirtschaftslehre, den deutschen Kleinkindmarkt aufrollen. Das Start-Up entwickelt und vermarktet die Schuhe, bei denen der Reißverschluss durch die flexible Laufsohle verläuft und somit ein schnelles und problemloses an- und Ausziehen ermöglicht. Im Frühjahr 2017 haben sie mit der Vermarktung der Produkte begonnen und planen für 2019 eine Erweiterung der Produktpalette mit veganen Krabbel- und Lauflernschuhen und weiteren veganen Produkten für Neugeborene und Kinder unter 2 Jahren. Der Vertrieb erfolgt über die eigene Webseite und weitere Onlinekanäle.

edrom:

Die Gründungsidee nach mobiler, umweltfreundlicher und leiser Stromerzeugung entpringt dem Wunsch nach mehr Freiheit und Autarkie. Das Ziel von German Linz, Gründungspartner Ivo Gebhardt, beide Maschinenbauingenieure sowie Jeronimo Landauer als Wirtschaftsingenieur und dritter im Bunde ist es einen mobilen Stromerzeuger zur Marktreife zu bringen und zu vertreiben. Ihre Generatoridee ermöglicht leise Stromerzeugung zum Beispiel für Caravanfreunde im Leistungsbereich bis 300 Watt, dieses Segment ist bisher kaum erschlossen. Damit wird die Batterie bei Bedarf aufgeladen und so das Fahrzeug auch in höheren Leistungsbereichen mit Strom versorgt. Durch den Einsatz von biogenen Brennstoffen ist der Generator CO2 neutral. Das Geschäftsmodell basiert auf der Produktentwicklung, Fertigung und Vertrieb der Generatoren, was in Brandenburg stattfinden soll. Sie haben die Freizeitindustrie um den boomenden Caravanmarkt als Eintrittsmarkt gewählt. Sie sind mit Herstellern bereits im Gespräch und auch regional sprechen sie mit Unternehmen, um Bauteile für ihren Generator fertigen zu lassen.

kiko kreativagentur: 

kiko ist eine neue Werbe- und Kreativagentur in Spremberg mit Gründerin Anja Kießlich, die bereits seit 15 Jahren Erfahrung aus der Werbebranche mitbringt. Von der Praktikantin bis zur Geschäftsführerin ist sie ihren Weg gegangen, sie ist in diversen regionalen Vereinen engagiert und verfügt über ein gutes Netzwerk in der Umgebung. "Der Markt in und um Spremberg ist übersichtlich und bietet nachhaltige und zukunftsfähige Chancen für Wachstum und Expansion. Von der Beratung über die Erstellung von Print- und Webmedien bis hin zur Produktion von Schilder- und Leuchreklame, Großformatdruckerzeugnissen sowie Textikdruck, Folienverarbeitung und Autovollverklebung bekommt der Kunde bei mir alles in guter Qualität und kurzer Zeit geliefert." Darüberhinaus entwickelt die Gründerin eine Workshopreihe unter dem Motto "Kreative Wege zur Achtsamkeit" in der die eigene Entfaltung und der bewusste Umgang mit sich und seinem Umfeld eine wesentliche Rolle spielen soll. Die kreative Marke wächst ab November 2018 um zwei weitere Mitarbeiter und in den kommenden Jahren sind weitere Dienstleistungsangebote geplant. 

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