Nach einer mutmaßlichen Gewaltandrohung an der Spree-Neiße-Gesamtschule in Kolkwitz hat es am Montag in diesem Zusammenhang einen Polizeieinsatz gegeben. Das bestätigte die Polizeidirektion Süd unserer Redaktion. Ein anonymes Schreiben, das uns zuvor erreicht hatte, schildert eine Verunsicherung unter Eltern. Nach Angaben der Polizei sprachen Beamte mit dem betreffenden Schüler, der die ihm vorgeworfene Ankündigung jedoch bestritten habe. Auch das Bildungsministerium bestätigt den Fall einer mündlichen Gewaltandrohung durch einen Schüler, der sich aktuell nicht an der Schule befand.
Polizei mit Schüler gesprochen
In dem unserer Redaktion vorliegenden anonymen Schreiben heißt es, die Polizei sei aufgrund eines anonymen Hinweises tätig geworden. Zwei Jugendliche sollen demnach angekündigt haben, Mitschüler mit Messern oder anderen Waffen angreifen zu wollen. Die Polizei sei mehrere Stunden sichtbar an der Schule präsent gewesen. Die Polizeidirektion selbst bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass Beamte mit dem Schüler gesprochen haben. Dieser habe die Drohung beziehungsweise ein entsprechendes Vorhaben vollständig bestritten. Nach Einschätzung der Polizei lag nach dem Gespräch keine ernsthafte Bedrohungslage vor. Die Beamten blieben dennoch im Austausch mit der Schulleitung, um über den Stand der Dinge zu informieren und durch die Revierpolizisten weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen.
Bildungsministerium bestätigt mündliche Gewaltandrohung
Das Bildungsministerium teilte auf Anfrage mit, dass es einen Vorfall mit einer mündlichen Gewaltandrohung an der Gesamtschule Spree-Neiße bestätigt. Diese Drohung soll nach Angaben des Ministeriums von einem Schüler ausgesprochen worden sein, der aktuell nicht an der Schule befunden habe. Nachdem die Schulleitung darüber informiert worden war, habe sie umgehend die Polizei und die Schulaufsicht im Staatlichen Schulamt Cottbus verständigt. Laut Ministerium war die Polizei am 24. November 2025 in der Schule, um die Bedrohungslage einzuschätzen. Gegenüber der Schulleitung habe die Polizei die reale Gefährdung als gering bewertet. Der Schulleiter informierte nach Angaben des Ministeriums alle Eltern über die Elternvertreter in einem Brief und wies darin auf die Möglichkeit hin, bei Bedarf die Angebote der schulpsychologischen Beratung zu nutzen. Die Schulleitung werde nach Klärung offener Fragen und des Gesamtsachverhaltes im Rahmen der Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen reagieren, in Abstimmung mit dem Schulamt und gegebenenfalls weiteren Behörden.
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