Mit einem lässigen „I love Rock´n Roll“ eröffneten am vergangenen Montag, 13. April 2015 um 17:00 Uhr die Stark-Strom-Kids, das jüngste Ensemble-Projekt der Musikschule Oberspreewald-Lausitz, die neue Ausstellung zum Suchtpräventionsprojekt „Ein PLAKATives Nein!“ im Senftenberger Rathaus.
Die sieben Rocker-Kids zeigten gleich zu Beginn sehr überzeugend, worum es in dieser Ausstellung auch geht – um gesunde, selbstbewusste und starke Kinder, die sich in ihrer Freizeit einer sinnvollen Beschäftigung widmen. Egal ob kleiner Musiker, ehrgeiziger Sportler oder kreativer Maler – jedes dieser Hobbys fördert das Gesundheits- und Selbstbewusstsein unserer Kinder und schult Lebenskompetenzen. Und mit diesem Thema beschäftigten sich im Rahmen des Senftenberger Suchtpräventionsprojektes „Ein PLAKATives Nein!“ die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen der Walther-Rathenau-Grundschule, der Linden-Grundschule Hosena, der Georg Heinsius von Mayenburg-Grundschule sowie der Dr.-Otto-Rindt-Oberschule und des Friedrich-Engels-Gymnasiums.
Die Kinder und Jugendlichen der Stadt Senftenberg wurden mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 aufgerufen, sich im Rahmen des Schulunterrichts oder der Freizeitgestaltung in den Jugendeinrichtungen mit dem Thema Sucht zu beschäftigen und ihre Gedanken auf Plakaten im DIN A2-Format künstlerisch zu verarbeiten. Ziel des Projektes war es, die Kinder und Jugendlichen für das Thema Sucht und insbesondere für deren Folgen nachhaltig zu sensibilisieren. Zudem sollten Gesundheits- und Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt sowie Lebenskompetenzen als Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit Suchtrisiken gefördert werden.
Entstanden sind über 60 tolle Schülerarbeiten zum Thema Sucht, welche nun bis zum 31. Juli 2015 im Rathaus bestaunt werden können. Eingeladen sind nicht nur Schulklassen sondern alle interessierten Senftenberger Bürgerinnen und Bürger, denen das Thema wichtig ist.
Zur Ausstellungseröffnung wurden auch die durch eine Fachjury ausgewählten jeweils fünf Gewinnerplakate – getrennt nach Primar- und Sekundarstufe – bekanntgegeben und prämiert.
Gewonnen haben letztlich aber alle Schülerinnen und Schüler, die sich an diesem Projekt beteiligt und sich mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt haben. Nämlich wichtige Erkenntnisse und Kompetenzen, wie sie ihr zukünftiges Leben auch ohne Suchtmittel gesundheits- und selbstbewusst gestalten können.
Dies bekräftigte auch Sebastian Schulz vom Kinder- und Jugendparlament (KJP), der gemeinsam mit seinen KJP-Mitstreitern insbesondere von der Vielseitigkeit, den tollen Botschaften und der kreativen Umsetzung der eingereichten Beiträge sehr überzeugt war. Die Werbung in eigener Sache, sich den jungen politischen Interessenvertretern der Senftenberger Kinder und Jugendlichen anzuschließen und gemeinsam aktiv auch zu diesem Thema etwas in der Stadt Senftenberg zu bewegen, war ganz besonders wichtig und genau richtig an dieser Stelle!
Frau Ellen Martin vom Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V., Leiterin der überregionalen Suchtpräventionsfachstelle für Südbrandenburg, lobte die beispielhafte kommunale Suchtpräventionsarbeit der Stadt Senftenberg. „Diese wäre ohne das engagierte Zusammenwirken der verschiedenen Senftenberger Partner in Form der Netzwerkarbeit nicht möglich“, sagte sie. Von Beginn an begleitet sie diese Arbeit und verfolgt deren Entwicklung seitdem mit großem Interesse. Sie lud die Verantwortlichen zur geplanten Fachtagung zur kommunalen Suchtprävention im November 2015 nach Potsdam ein, um dort anderen Brandenburger Kommunen beispielgebend vom Senftenberger Präventionsprojekt und den Erfahrungen in diesem Zusammenhang zu berichten.
Mit dem Plakatwettbewerb und der jetzigen Ausstellung im Senftenberger Rathaus soll das Präventionsprojekt „Ein PLAKATives Nein!“ jedoch nicht abgeschlossen sein, geplant sind später auch die Plakatierung ausgewählter Wettbewerbsbeiträge in den Plakathaltern der Stadt Senftenberg und ein Graffitiprojekt.

Quelle & Fotos: Stadt Senftenberg










