Wenn auch an allen Abschnitten der Schwarzen Elster seit Freitag Mittag die Pegelstände sinken, bleibt die Situation vor allem im Bereich Herzberg an vielen Stellen angespannt.
Um diese Jahreszeit wären für Herzberg und Bad Liebenwerda Pegelstände von 1,30 Meter normal. Aktuell sind es für Herzberg 3,28 m (Höchstwert: 3,69 m) und für Bad Liebenwerda 2,77 m (Höchstwert: 3,55 m).
Obwohl sich beide Wasserstände im Bereich der Alarmstufe drei bewegen, bleibt der Katastrophenalarm aufrecht erhalten. Die geringe Stabilität der Deiche lässt eine Entwarnung noch nicht zu. Deshalb sind zur Stunde immer noch viele Deichläufer unterwegs um zu prüfen, ob es undichte Stellen gibt. Im Stadtgebiet Herzberg gibt es derzeit zwei problematische Stellen, die jedoch ständig beobachtet werden und denen mit Pumpaktionen des THW begegnet wird.
Nach der Stagnation am Samstag und dem Abfall der Pegelstände gleicht sich nun der Grundwasserspiegel aus, so dass das Wasser, vor allem aus den weiträumigen Flussniederungen, zurück zur Schwarzen Elster drückt um abzufließen. Dieser Fakt verhindert ein schnelles Absinken des Elsterpegels. Der Krisenstab hatte deshalb die bestehenden vier Pumpen im Schöpfwerk des Stadtteils Alt-Herzberg mit weiteren Großpumpen des THW verstärkt. So waren bis in die heutigen Morgenstunden rund 400 Helfer im Einsatz.
Auf Grund der aktuellen Hochwasserlage bleiben im Bereich des Landkreises Elbe-Elster folgende Straßen und Brücken voll gesperrt:
Landesstraße zwischen Plessa und Hirschfeld
Landesstraße zwischen Bahnsdorf und Kleinrössen einschließlich Elsterbrücke
Kommunale Straße Kaxdorfer Weg Herzberg einschließlich Elsterbrücke
Kreisstraße Zobersdorf und Zeischa
Quelle: Polizei Elbe-Elster / Landkreis Elbe-Elster
Foto © Klaus-Jürgen Dietze
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