Die Teilnahme an den sechsten paralympischen Spielen Anfang September in Rio de Janeiro scheint nur noch eine Formsachse zu sein. Para-Leichtathletin Martina Willing (Brandenburgischer Präventions- und Rehabilitationsverein, BPRSV) hat am zweiten Wettkampftag in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) die Norm in ihrer Paradedisziplin Sperrwurf deutlich überboten. Am Ende standen 21,82 Meter auf der Anzeigetafel. 3,97 Metern weiter, als die paralympische Norm verlangt.
Keiner warf an diesem Tag in den Startklassen F 53 bis F 57 weiter als Willing, die sich über den zweiten Titel am zweiten Tag freute. Einen Tag zuvor hatte Willing den Kugelstoß-Wettbewerb gewonnen. Nun heißt es warten. Denn noch ist nicht klar, wie viele Teilnehmerplätze Deutschland bei den paralympischen Spielen in Rio für die Leichtathletik benennen darf. Ralf Paulo zeigt sich optimistisch: „Der Deutsche Behindertensportverband wird nur schwer an einer dreifachen paralympischen Goldmedaillengewinner vorbei kommen“, so der Cheftrainer des Behinderten-Sportverbandes Brandenburg. 1992, 1996 und 2008 triumphierte Willing im Speerwerfen. Noch heute hält Willing drei Weltrekorde in dieser Disziplin.
Herrmann und Engeleiter solide
Einen Tag nach ihrer starken Leistung im Speerwerfen erkämpfte sich Frances Herrmann (BPRSV) im Kugelstoßen mit 6,87 Metern den zweiten Platz. Siegerin in der Startklasse F 34 wurde die viertplatzierte der WM 2015. Saida Amoudi aus Marokko stieß starke 7,33 Meter. Sprinterin Janne Engeleiter (BPRSV) erlief in der Klasse T12-20 einen dritten Platz über 200 Meter (28,50 Sekunden). Im Weitsprung der Klassen F12-46 sprang Engeleiter mit 4,50 Metern auf den 4. Platz.
Für Willing, Herrmann und Engeleiter geht die Reise weiter nach Dubai. Dort steigt vom 17. bis 20. März das nächste Para-Leichtathletik-Meeting.
Foto: Cheftrainer Ralf Paulo







