Die erste Halbzeit ging an die Gäste aus der Lausitz. Banovic nutzte einen Foulelfmeter zur Halbzeitführung. In den zweiten 45 Minuten drehte sich nicht nur das Ergebnis, Sanogo ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und Bittroff wusste sich nur noch durch eine Notbremse zu helfen. Beide wurden vorzeitig mit Rot unter die Dusche geschickt. Cottbus verliert das Derby und zwei wichtige Spieler.
Bommer ließ sein Team gegenüber dem 5:1 Heimsieg gegen Aalen unverändert, Aues Trainer Götze veränderte seine Mannschaft gegenüber der 1:2 Niederlage gegen Kaiserslautern auf vier Positionen.
Die Partie entwickelte sich ausgeglichen, Aue presste früh und ließ Cottbus kaum ins Spiel kommen. Der Offensivmotor der Gäste stockte, Chancen waren Mangelware. Vor allem beide Defensivreihen glänzten, Zweikämpfe bestimmten das Bild, mangelnden Willen konnte man niemandem absprechen. Die Situation veränderte sich, als Pezzoni Jendrisek im Strafraum zu Fall brachte und es dafür Elfmeter für Cottbus gab. Vorausgegangen war ein Schuss Sanogos, den Aues Keeper Kirschstein nur zu Jendrisek abprallen lassen konnte. Banovic trat an und verwandelte in der 22. Minute zur Führung. Aue versuchte den Ausgleich zu erzielen, konnte aber nicht entscheidend vors Tor kommen. Sanogo und Jendrisek hätten auf FCE Seite den Pausenstand in die Höhe schrauben können, vergaben aber ihre Möglichkeiten. Fast wäre Aue dennoch vor der Pause belohnt worden, Novikovas direkter Freistoß ins Tor wurde jedoch wegen Abseits und Foul an Cottbus Almer abgepfiffen.
Beide standen direkt nach Wiederanpfiff erneut im Fokus. Diesmal verschätzte sich Almer bei einem Lupfer Novikovas‘ und musste den Ball ins Tor fliegen sehen. 1:1 nach 47 Minuten. Das war der Startschuss für Aue. Sylvestr knallte den Ball nur fünf Minuten später an den rechten Pfosten. Cottbus mühte sich und bekam die Partie nach 60 Minuten wieder unter Kontrolle. Aus dem Spiel heraus ging wenig und so nutzte Novikovas in der 77. Minute erneut einen direkten Freistoß in rechte Eck um die Hausherren in Führung zu bringen. Nun wurde es turbulent und bitter für Energie. Sanogo wurde im Auer Strafraum gefoult, Schiedsrichter Bandurski sah es anders und der Cottbuser deutete eine Tätlichkeit an Verursacher Nickenig an. Dies wiederum ahndete der Schiedsrichter mit einer roten Karte. Aues Nickenig äußerte sich im Fernsehinterview nach dem Spiel mit einem verschmitzten Lächeln, dass er die Reaktion nach dem vorherigen Vorfall durchaus verstehen könne und er auch nicht ernsthaft getroffen wurde. Im Spiel hatte er diese Position dem Schiedsrichter gegenüber anscheinend noch nicht vertreten. Aber es kam noch dicker. Bittroff konnte sich gegen den eingewechselten Kocer nur noch mit einer Notbremse helfen und sah in der 86. Minute ebenfalls rot. Bommer war bedient und muss nun taktische Umstellungen für die nächsten Spiele vornehmen.
Erzgebirge Aue muss am kommenden Spieltag zum 1.FC Köln während Energie Cottbus am Montag zum Topspiel beim 1. FC Kaiserslautern antritt, die gestern 4:0 bei Aalen verloren.
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