Das kanadische Hightech-Unternehmen Genoptic plant nach Angaben der städtischen Wirtschaftsfördergesellschaft die Errichtung eines europäischen Kompetenzzentrums im Lausitz Science Park in Cottbus. Mit einer vorgesehenen Investition von rund 80 Millionen Euro könnte die Lausitz so zu einem zentralen Standort für die Kommerzialisierung von Nanotechnologien werden.
Genoptic plant europäisches Technologiezentrum in Cottbus
Wie die Wirtschaftsförderung Cottbus mitteilt, plant das kanadische Unternehmen Genoptic die Ansiedlung eines europäischen „Center of Excellence“ im Lausitz Science Park. Genoptic verfügt weltweit über ein Portfolio von 151 Patenten und beabsichtigt, Cottbus zu einem zentralen Standort für die Kommerzialisierung seiner Nanotechnologien zu entwickeln. Die geplante Investition beläuft sich auf rund 80 Millionen Euro.
Ausschlaggebend für die Standortwahl waren laut Mitteilung die vorhandene Infrastruktur sowie die unmittelbare Nachbarschaft zu wissenschaftlichen und industriellen Partnern. Als potenzielle Kooperationspartner werden Fraunhofer-Institute, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg sowie Industrieunternehmen wie LEAG, BASF Schwarzheide, Deutsche Bahn und Rolls-Royce genannt. Projekte wie „CHESCO“ gelten dabei als Grundlage für Technologietransfer und Anwendung von KI-Steuerungstechnologien.
Wirtschaftsförderung sieht Meilenstein für Standortentwicklung
Tim Berndt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Cottbus, bezeichnet die geplante Ansiedlung als bedeutenden Meilenstein für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. In der Mitteilung heißt es, dass die Entscheidung eines international renommierten Unternehmens für den Lausitz Science Park ein wichtiges Signal sei und die Strategie bestätige, Cottbus als Standort für Zukunftstechnologien zu positionieren.
Genoptic plant, sein patentiertes Technologieportfolio in die Lausitz einzubringen. Herzstück soll eine unternehmenseigene, patentierte KI sein, die sämtliche Anwendungen steuert. Zu den marktreifen Technologien zählen unter anderem der NanoGEN-Chip für Displays, ein integriertes Hybrid-System aus Solar, Wechselrichter, Batterie und KI, die Nano-Meta-Cap-Technologie sowie ein KI-gesteuertes Nano-Anzuchtbeleuchtungssystem für Vertical Farming.
Forschung, Wirtschaft und internationaler Anspruch
Genoptic wird von CEO Sam Scherwitz geführt, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der LED-Branche verfügt. Das Unternehmen beschäftigt 29 promovierte Fachkräfte sowie sechs Wissenschaftler. Genoptic wurde von der kanadischen Regierung als strategischer Partner für kritische Infrastrukturen benannt und kooperiert mit internationalen Universitäten, darunter Harvard. Zudem bereitet das Unternehmen einen Börsengang vor.
Auch die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg soll strategischer Partner werden. Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Michael Hübner sieht laut Pressemitteilung Synergien zwischen der Spitzenforschung der Universität und den anwendungsorientierten Technologien von Genoptic, insbesondere in den Bereichen KI-gesteuerte Energiesysteme und Materialwissenschaften.
CEO Sam Scherwitz erklärt zur geplanten Ansiedlung, dass die Entscheidung für den Lausitz Science Park strategisch getroffen wurde. Cottbus solle zum europäischen Herzstück für die Kommerzialisierung der Technologien werden. Das Zusammenspiel aus Wissenschaft und Industrie biete dafür die passende Grundlage.
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