Am 27. September planen die ver.di-Mitglieder der Stadtwerke Cottbus eine Kundgebung vor der Stadtverordnetenversammlung. Die Aktion zielt darauf ab, die Stadtverordneten an ihre Verantwortung für die Arbeitsbedingungen der Stadtwerke-Mitarbeiter zu erinnern, insbesondere da die Stadt Cottbus einen Großteil der Anteile an den Stadtwerken hält. Dieser Schritt folgt auf die jüngsten Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der Geschäftsführung der Stadtwerke, die im Juli 2023 unerwartet gescheitert sind. Der fehlende Tarifvertrag beeinflusse die Gehaltsstrukturen und Arbeitsbedingungen von mehr als 200 Beschäftigten, so verdi. Seit 2018 existiert für die Stadtwerke Cottbus kein Tarifvertrag. Dies führt dazu, dass Gehälter und Arbeitsvertragsbestandteile individuell vereinbart werden, was zu einer unklaren Gehaltsstruktur und wahrgenommener Ungerechtigkeit unter den Mitarbeitern führt.
Die Gewerkschaft verdi teilte dazu mit:
Am 27.09.2023 organisieren die ver.di-Mitglieder der Stadtwerke Cottbus eine Kundgebung vor der Stadtverordnetenversammlung Cottbus. Mit der Kundgebung werden die Stadtverordneten an ihre Verantwortung für die Arbeitsbedingungen bei den Stadtwerken erinnert, die sich zu 75% im Besitz der Stadt Cottbus befinden. Bei den Stadtwerken Cottbus hatte die Geschäftsführung im Juli 2023 die Tarifverhandlungen mit ver.di überraschend platzen lassen. Zuvor war in intensiven Verhandlungen ein Kompromiss erzielt worden, von dem die Geschäftsführung im Nachgang zurücktrat. „Das Vorgehen der Geschäftsführung der Stadtwerke Gruppe im Rahmen der Tarifverhandlungen wirft bei uns die Frage auf, ob es überhaupt gewollt war ein Tarifvertrag mit uns zu schließen.“ erklärt der für die Versorgungswirtschaft zuständige ver.di Fachbereichsleiter Marcus Borck. Seit dem Jahr 2018 gilt für die Stadtwerke Cottbus kein Tarifvertrag mehr. Die Gehälter und sonstigen Vertragsbestandteile für die Beschäftigten werden individuell festgelegt. Dies führt zu einer intransparenten Gehaltstruktur und ungerechter Behandlung, die für massive Unzufriedenheit unter den Beschäftigten sorgt. Von dem Tarifvertrag würden mehr als 200 Beschäftigte profitieren. „Auf dem ver.di Bundeskongress hat Olaf Scholz betont, dass es mehr Betriebe mit Tarifbindung geben muss. Gleichzeit verweigern sich Betriebe, die mehrheitlich in öffentlicher Hand sind dem Abschluss von Tarifverträgen. Dieser Widerspruch zwischen Worten der großen Politik und den Taten vor Ort schadet der Glaubwürdigkeit der Politik. Es wird Zeit das die Stadt ihre Verantwortung wahrnimmt.“ erklärt der stellvertretende ver.di Landesleiter Benjamin Roscher hierzu.
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