Maasdorf Montag, 23 Mai 2016 von Redaktio

Volksbund dankte verdienten Mitgliedern in Maasdorf

Volksbund dankte verdienten Mitgliedern in Maasdorf

Auf seiner traditionellen Mitgliederversammlung hat der Kreisverband Elbe-Elster des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge am 19. Mai verdienten Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit gedankt. Insbesondere die jährliche Haus- und Straßensammlung im vergangenen November sei wieder ein großer Erfolg gewesen, resümierte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, der zugleich auch Volksbund-Kreisvorsitzender ist, auf der Veranstaltung im Parkschlösschen Maasdorf. Rund 3.500 Euro kamen auf diese Weise zusammen. Eine weitere wichtige Einnahmesäule bildeten die Spenden in Höhe von 2.000 Euro aus dem Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester in Mühlberg, zu dem der Kreisverband Elbe-Elster des Volksbundes und die Stadt Mühlberg im Juni vergangenen Jahres in die Klosterkirche eingeladen hatten. Auch in diesem Jahr spielt das renommierte Orchester unter Leitung seines Chefdirigenten Christian Köhler wieder in der Mühlberger Klosterkirche. Zu hören sein werden am 22. Juni bekannte Stücke aus den Bereichen Operette, Filmmusik, Musical und Popmusik. Der Erlös soll der segensreichen Arbeit des Volksbundes zugute kommen. Der Einlass erfolgt ab 16.30 Uhr. Konzertbeginn ist um 17 Uhr. Die Karten kosten 8 Euro an der Abendkasse. Der Vorverkauf (7 Euro) erfolgt im Mühlberger Rathaus, Neustädter Markt 1.

Landrat Christian Heinrich-Jaschinski nutzte zusammen mit dem Landesgeschäftsführer, Oliver Breithaupt, die Gelegenheit in Maasdorf, um sich bei allen aktiven Sammlerinnen und Sammlern sowie Spendern im Landkreis zu bedanken. Darüber hinaus wurden besonders aktive Mitglieder für ihre Arbeit und ihr Engagement für den Volksbund geehrt. Der Landrat lobte den Einsatz für den guten Zweck und überreichte den Mitgliedern zum Dank eine Urkunde sowie Geschenke: „Für den Volksbund sind ehrenamtliche Initiativen ein wichtiges Fundament für die Arbeit. Deshalb bin ich sehr froh und dankbar darüber, dass sich unsere Mitglieder im Landkreis so tatkräftig bei der Haus- und Straßensammlung einbringen.“

Als Dank für die Unterstützung der Haus und Straßensammlung durch die Kreisverwaltung überreichte Oliver Breithaupt im Namen des Landesverbandes den Ehrenteller des Volksbundes an Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Das große Engagement der Freiwilligen brachte im ganzen Land Brandenburg 2015 gut 60.000 Euro zugunsten des Volksbundes, und der Landkreis habe einen wesentlichen Anteil daran, sagte der Landesgeschäftsführer. Das Geld ist gedacht für den Bau und Erhalt von Kriegsgräberstätten im Ausland, für die Workcamps des Volksbundes im In- und Ausland sowie für die Friedenserziehung in den Jugendbegegnungsstätten des Volksbundes.

Zur guten Tradition bei den Mitgliederversammlungen des Volksbundes in Elbe-Elster gehören immer wieder interessante Vorträge zu verschiedensten Themen der Friedensarbeit der humanitären Organisation. Informierte zum Beispiel im vergangenen Jahr der Umbetter des Landesverbandes, Joachim Kozlowski, über seine Arbeit, so war diesmal der Leiter des Museumsverbundes Elbe-Elster, Dr. Rainer Ernst, Gast in Maasdorf. Er berichtete über geschichtliche Spuren und Hintergründe rund 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg bei uns im Landkreis. Dazu zählte auch eine umfangreiche Korrespondenzsammlung aus jener Zeit, die das Sänger- und Kaufmannsmuseum besitzt. Sie stammt aus dem Nachlass des Kaufmanns Wittke, der in Finsterwalde am Museumsstandort einen Kolonialwarenladen unterhielt und 1910 Vorsitzender des Kriegervereins war. Zusammen mit seiner Frau packte er im Ersten Weltkrieg zahlreiche Feldpostsendungen, die zum Beispiel Zigarren, Schnaps, Schokolade oder auch Strümpfe enthielten für die Soldaten im Felde fernab der Heimat. Als Reaktion, so berichtete Dr. Ernst, bekam er viele Dankesbriefe mit lebendigen Schilderungen, teilweise auch mit entsprechenden Fotoabbildungen, von den verschiedensten Frontabschnitten im Osten und Westen. Einen Teil davon trug der Museumsverbundleiter vor. Er räumte aber auch ein, dass ein Großteil dieses überlieferten Schatzes noch gar nicht angefasst wurde und derzeit noch im Museumsarchiv vor sich hin schlummere. Die Volksbund-Veranstaltung habe den Anstoß dazu gegeben, daran etwas zu ändern und die Briefzeugnisse in geeigneter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Quelle: Kreisverwaltung Elbe-Elster

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