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Elbe Elster Mittwoch, 18 September 2019 von Redaktion

Elbe-Elster Klinikum: Neue OP-Methode bei Tumoren im Mastdarm

Elbe-Elster Klinikum: Neue OP-Methode bei Tumoren im Mastdarm

Wer denkt, dass kleinere Krankenhäuser nur kleine Medizin machen sollten, der ist beim Elbe-Elster Klinikum fehl am Platz. In den drei Krankenhäusern in Elsterwerda, Finsterwalde und Herzberg wird viel Wert auf ein hohes medizinisches Niveau gelegt. „Warum in die großen, anonymen Zentren fahren, wenn Qualität auch vor der eigenen Haustür zu finden ist“, so das Credo der Handelnden. Jüngstes Beispiel dafür liefert der Chefarzt der Chirurgie in Finsterwalde, MUDr. Ivor Dropco, Ph.D.,  der eine neue Operationsmethode für Patienten mit bösartigen Tumoren im Mastdarm anbietet.

Dazu teilte das Elbe-Elster Klinikum weiter mit:

„Der Vorteil dieser neuen Methode ist, dass der Tumor exakter vollständig entfernt werden kann, die Patienten noch schneller wieder auf die Beine kommen, sofort wieder essen können und der Schließmuskel und die Harnblase anschließend besser kontrolliert werden können“, erläutert Chefarzt Dropco. In der Darmchirurgie wird seit einigen Jahren laparoskopisch operiert, das heißt, wie bei einem Schlüsselloch erfolgen nur drei bis vier Minischnitte, über die die nur wenige Millimeter großen Instrumente durch die Bauchdecke in den Körper eingeführt werden. Anschließend hat der Patient fast keine Narben und erholt sich sehr schnell von der Operation. „Die neue OP-Methode sorgt sogar dafür, dass gar keine Schnitte erforderlich sind, da sie rektal stattfindet“, erklärt der Chefarzt. So sei sie noch schonender für den Betroffenen.

In einem aktuellen Fall wurden bei einem Patienten, der einen tiefsitzenden Tumor im Mastdarm hatte, beide Methoden kombiniert. „Dabei arbeitete ein Operationsteam laparoskopisch über den Bauch, ein zweites Team transanal durch den After“, erklärt Chefarzt Dropco das Vorgehen in diesem schwierigen Fall. Die Kombination hatte den Vorteil, dass sowohl der Tumor als auch die Lymphknoten unter besserer visueller Kontrolle vollständig entfernt werden konnten. So sei die Genesungsprognose für den Patienten wesentlich günstiger.

Die neue OP-Methode mit dem Fachbegriff TaTME (Transanale totale Mesorektale Excision) ist erst seit rund zwei Jahren auf dem Markt und wird in der Regel nur in großen Zentren angewendet, da sehr erfahrene Operationsteams notwendig sind. Mit Chefarzt Dropco, der über eine 30-jährige Erfahrung in der Viszeralchirurgie, also der Chirurgie des Bauchraumes und der Bauchwand, verfügt,  hat das Krankenhaus Finsterwalde genau den erfahrenen Mediziner, den es benötigt, um seinen Patienten lange Wege in große Zentren zu ersparen. „Das Ärzteteam in der Chirurgie in Finsterwalde unterstützt mich dabei ebenfalls mit beträchtlicher Erfahrung“, so der Chefarzt, der vor rund einem Jahr ans Elbe-Elster Klinikum kam.

Red/Pressinfo

Foto: Elbe-Elster Klinikum

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