Lübben (Spreewald) Samstag, 12 Oktober 2019 von Handballclub Spreewald

Bunte Gurkenmischung zieht im Pokal in nächste Runde ein

Bunte Gurkenmischung zieht im Pokal in nächste Runde ein

Der HC Spreewald gewinnt im HVB-Pokal Achtelfinale der Männer gegen den Prignitzer Handball-Club Wittenberge mit 26:39 (14:18) auswärts.

A13, A113, A10, A24 – und dass am ersten Wochenende der Herbstferien – klingt für den Durchschnittsbürger nach Urlaubsbeginn an der Küste. Allerdings nicht für eine Auswahl der Spreewälder, welche zum „ungeliebten“ Pokal-Achtelfinal-Spiel bei einem alten Bekannten, dem PHC Wittenberge, geladen wurde.

Der PHC spielt in der aktuellen Saison in der Verbandsliga Nord. Durch viele spannende Duelle aus zurückliegenden Brandenburg-Liga-Spielzeiten, in der sich die Nordbrandenburger lange etabliert hatten, war die Mannschaft von Trainer Mirko Wolschke besonders vor der Wurfgewalt des Gastgebers sowie vor der guten Stimmung in der „Hölle Nord“ gewarnt. Jedoch mussten beide Seiten auf eine ganze Reihe von Stammkräften verzichten. Beim HC fehlten mit Jörn Grötschel, Chris Guhrenz, Pascal Freund, Erik Handke, Toni Koppatz und Florian Beyer gleich sechs Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft. Dafür reisten mit Ingolf Burisch und Norwin Dommaschk zwei Akteure aus der zwoten Vertretung in den Norden Brandenburgs. Bei den Gastgebern wurden vor allem die Sportfreunde Martin Giske, Martin Hückel, David Krabbe (alle Rückraum) und Torwart Oliver Glatz vermisst. So begann das Spiel fahrig und qualitativ durchwachsen. Viele Fehler auf beiden Seiten paarten sich mit (teilweise) ansehnlichen Aktionen. Bis zum Spielstand von 4:4 (7.) war das Spiel ausgeglichen. Unschöner Nebenschauplatz war die blaue Karte gegen Konrad Naumann (8.) wegen Beleidigung nach einem härteren – aber nicht unfairen – Zweikampf. Der Verweis auf Seiten des PHC brachte verwunderlicher Weise einen kleinen Bruch in das Spiel der Spreewälder. Die Gastgeber konnten so mit zwei Toren (6:4, 10.) in Führung gehen. Zu wenig Aggressivität in der Abwehr und zu leichte Fehler im Angriffsspiel ließen den HC kurz wackeln. Eine Auszeit seitens der Gäste brachte allerdings wieder Ruhe und Struktur ins Spiel. Schritt für Schritt drehte die Gurkentruppe anschließend die Partie bis zur 14:18-Pausenführung.

Auch der folgende Pausentee schien den Spreewäldern besser gemundet zu haben. Direkt nach Wiederbeginn zogen die Gäste auf sieben Tore (15:22, 33.) davon. Dadurch war der Widerstand der Gastgeber gebrochen und es entwickelte sich eine Partie mit „Freundschaftsspielcharakter“. Über viele gut herausgespielte Aktionen konnte sich der HC Spreewald über die Zwischenstände 18:26 (39.) und 21:33 (53.) deutlich absetzen. Vor allem Paul Meisner (9 Tore) und Kapitän Nils Werner (8) waren vom Gastgeber nicht zu stellen.

Letztendlich zieht die Gurkentruppe mit 26:39 verdient, aber eventuell ein wenig zu deutlich, in das Viertelfinale des HVB-Pokals ein. Die kommende Auswärtsaufgabe im Ligabetrieb steht am 19.10.2019 (18:30 Uhr) in Trebbin an.

Es spielten: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Paul Meisner (9/1), Nils Werner (8), Norwin Dommaschk (6), Jens Kranick (5), Danilo Wendt (4), Tobias Lubig (3), Tim Glowinkowski (3) und Ingolf Burisch (1). [F. K.]

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