Lübben (Spreewald) Sonntag, 30 September 2012 von Benjamin Andriske

Fehlstart verhindert! HC Spreewald schlägt zuhause Eberswalde

Fehlstart verhindert! HC Spreewald schlägt zuhause Eberswalde

Mit 32 zu 26 hat die erste Männermannschaft ihr Heimspiel gegen den ehemaligen Ostsee-Spree Ligisten Eberswalde gewonnen. Dabei bedurfte es einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, um nach der Niederlage in Bad Liebenwerda einen Fehlstart in die Saison zu verhindern. Eberswalde haben nach dem Abstieg viele Spieler verlassen und so stand dem Gastgeber eine völlig neue und unbekannte Mannschaft gegenüber. Bis auf Sven Neuendorf stand dem Trainergespann der komplette Kader zur Verfügung. Florian Kleindienst kehrte ins Tor zurück und auch die unter der Woche angeschlagenen Spieler waren alle einsatzbereit.
In den ersten zwanzig Minuten sahen die Zuschauer ein sehr ausgeglichenes Spiel. Der HC konnte zwar mit 5:3 in Führung gehen aber Eberswalde glich postwendend aus. Keiner der beiden Kontrahenten konnte sich absetzen. In dieser Phase waren es Steven Schnitzer und Chris Guhrenz die immer wieder für einfache Tore sorgten. Einige unglückliche Strafzeiten und technische Fehler brachten dann die vier Tore Führung zum 10 zu 14 für die Gäste. Bis zur Pause konnten die Spreewälder nur bedingt verkürzen und so ging es mit einem 16 zu 13 in die Kabine.
Wer die Spiele des HC Spreewalds bisher verfolgt hatte der wusste, dass dieser Rückstand kein Grund zur Sorge war. Anscheinend braucht diese Mannschaft den Druck, um in der zweiten Halbzeit dann auch immer ihr zweites Gesicht zu Zeigen. Denn was man in diesen 30 Minuten bestaunen durfte, kann man getrost als Handballdemonstration bezeichnen. Schon nach fünf Minuten war der Anschluss erzielt. Eberswalde bäumte sich noch mal auf und konnte abermals mit 3 Toren in Führung gehen. Schon in der 39. Minuten war beim 18:18 der Ausgleich erreicht. Es dauerte noch weiter 7 Minuten und der HC konnte beim 20:19 wieder die Führung übernehmen. Aufbauend auf einer starken Abwehrleistung lief nun eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor der Eberswalder zu. Florian Kleindienst hatte zu diesem Zeitpunkt sein Gehäuse längst vernagelt und ließ die gegnerischen Angreifer zumeist nur mit einem Kopfschütteln zurück. Zudem kam die Gästeabwehr mit der taktischen Umstellung auf zwei Kreisläufer zu keiner Zeit zurecht. Nils Werner und Pascal Freund stürzten die gegnerische Defensive in eine Verlegenheit nach der anderen. Abnehmer war zumeist Peter Kreuzberger der seinem Ruf als Goalgetter mal wieder gerecht wurde und nach Belieben traf. Ein weiterer Erfolgsgarant war der an diesem Tag wieder mal überragende Chris Guhrenz. Nicht nur das er jeden seiner Würfe sicher verwandelte. Nein selbst schon für verloren gehaltene Bälle waren für ihn kein Problem, und wurden noch auf wundersame Weise ins Tor gebracht. Vier Minuten vor Schluss war mit einer fünf Tore Führung die Vorentscheidung gefallen. Bis auf die mitgereisten Gästefans hielt es zu diesem Zeitpunkt auch niemandem mehr auf den Sitzen.
Das Blaue Wunder feierte seine Jungs für eine starke zweite Halbzeit.
In den nun folgenden zwei Wochen bleibt den Männern aus dem Spreewald etwas Zeit zur Regeneration. Der Sieg gegen Eberswalde hat viel Kraft gekostet. Die zweite Halbzeit hat gezeigt was diese Mannschaft in der Lage ist zu leisten. Hierfür sind aber Konzentration und Disziplin über die vollen 60 Minuten nötig. Nach dem Pokalspiel gegen Bad Liebenwerda reist man nämlich zum nächsten Punktspiel nach Werder. Gegen den Verlustpunktfreien Meisterschaftsfavoriten werden 30 gute Minuten nicht reichen. Allerdings werden die Spione aus Werder auch gesehen haben was passiert wenn der HC Spreewald ins Rollen kommt. Mit einer Leistung wie in der zweiten Halbzeit sollte man mit breiter Brust nach Werder fahren können.
Der HC Spreewald spielte mit:
Tor: Daniel Wegner, Florian Kleindienst
Feld: Bert Orbanz , Peter Kreuzberger (7), Felix Schulz , Chris Guhrenz(7), Paul Schwebel , Pascal Freund (4), Chris Sluka-Labuhn (1), Christian Dressel (2) , Jens Kranick ( 3), Nils Werner (5), Steven Schnitzer (3),

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