Landkreis
Dahme Spreewald Freitag, 22 April 2011 von Helmut Fleischhauer

Derzeitig verstärktes Algenwachstum auf den Gewässern ist ungefährlich, aber unschön

Die unteren Wasserbehörde LDS teilt mit:
Wie in jedem Frühjahr ist wieder ein verstärktes Algenwachstum auf unseren Gewässern zu verzeichnen. Insbesondere sind die oft durch Landwirtschaft geprägten Grabensysteme und Gewässer, besonders im Bereich von Flussauen, durch Nährstoffüberschuss geprägt. Zusätzlich findet im Frühjahr ein Nährstoffeintrag durch Blütenstaub und Blütenreste statt. Es sind langsam fließende nährstoffreiche Gewässer, in denen sich Algen durch stärkeren Lichteinfall und steigende Wassertemperaturen deutlich vermehren. Während im Frühjahr Kieselalgen das Wasser gelblich-braun färben und braune Schaumblasen bilden, entwickeln sich im Sommer manchmal auch massenhaft Grünalgen und blaugrüne Algen. Das Überangebot von Nährstoffen in einem Gewässer und die daraus resultierende Algenvermehrung (Algenblüte) nennt man Eutrophierung. Hauptsächlich im Frühjahr bilden die Algen dann nach starker Belichtung auftreibenden Schwimmschlamm in Form von braunen Fladen, welche im Gewässer treiben und sich mitunter an Hindernissen wie z.B. Durchlässen aufstauen. Erste Anzeigen sind bereits bei der unteren Wasserbehörde eingegangen. Diese im Frühjahr zu beobachtende massenhafte Algenentwicklung von Kieselalgen stellt im Allgemeinen keine Gesundheitsgefährdung dar, ist aber optisch unschön und kann die Gewässergüte weiter verschlechtern. In der Regel setzt sich dieser Schwimmschlamm nach wenigen Wochen wieder ab und sinkt zu Boden. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich in aller Regel hier nicht um Einleitungen von Abwasser oder Verbringen von anderen Stoffen handelt, sondern ein Zeichen des allgemein hohen Angebotes von Nährstoffen in Gewässern ist.
Quelle: Landkreis Dahme-Spreewald

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