Landkreis
Cottbus Montag, 06 September 2021 von Redaktion / Presseinfo

22 Premieren! Staatstheater Cottbus startet in Spielzeit 2021/22

Das Staatstheater Cottbus startet in seine neue Spielzeit 2021/22. Dass die Künstler aus Schauspiel, Oper, Ballett und Orchester ihre ganze Spielfreude mit dem Publikum teilen wollen, zeigt sich im Programm. Auf ganze 22 Premieren können sich Besucher in dieser Saison freuen. Dazu sind acht Philharmonische Konzerte, viele Familien-, Schul- und Kammerkonzerte sowie zahlreiche Gastspiele, Sonder- und Talkformate in allen Sparten geplant. Weiterhin gelten die allgemeinen Hygieneregeln laut Brandenburger Verordnung, aktuell also auch hier 3G. Der Kartenverkauf ist gestartet,  vorerst für alle Vorstellungen bis Ende November. Einen Ausblick auf das Programm gibt es in den Videotalks mit den Theatermachern auf unserem Youtubekanal ->> Hier anschauen.

Videotalk über Konzert- und Orchesterprogramm

Videotalk über Ballettsaison

Das Staatstheater selbst teilte zum Spielzeitstart mit:

Sich endlich wieder begegnen, Verlorenes wiederfinden, Neues entdecken, ja vielleicht sogar: aus wiedergefundenem Alten etwas Neues, nie Dagewesenes schaffen – mit dieser Hoffnung startet das Staatstheater Cottbus in die Spielzeit 21.22. Die Pläne sind genauso groß wie die Vorfreude. Mit 22 Premieren, acht Philharmonischen Konzerten, Familien-, Schul- und Kammerkonzerten, zwei Konzertgastspielen sowie verschiedensten Sonder- und Gesprächsformaten in allen vier Sparten machen die Ensembles des Hauses ihrer angestauten Spielwut Luft. Musiktheater und Ballett gastieren darüber hinaus mit 17 Aufführungen im Rahmen des Brandenburgischen Theater- und Konzertverbunds in Potsdam, Frankfurt/Oder und Brandenburg an der Havel.

Neues und Allerneustes steht dabei schon ganz praktisch im Zentrum des Spielplans. Unter den Stücken in Schauspiel, Musiktheater und Ballett finden sich insgesamt zehn Uraufführungen und eine Deutsche Erstaufführung. Dabei kommt auch die Vergangenheit stets zu ihrem Recht. Mit FEINSTOFF schreibt sich Kleist-Förderpreisträger Lars Werner an die Geschichte der Cottbuser Seidenproduktion heran, an ihre Spuren im Gestern und Heute und eine Lausitz im europäischen Kontext. Die Premieren RICHARD 3, UNENDLICHER FALSTAFF und CATABASIS.DÄMONEN – alle drei Koproduktionen mit dem Lausitz Festival – schreiben derweil klassische Stoffe der Literatur von Shakespeare bis Dostojewski unkonventionell weiter. Daneben stehen Klassiker der Weltliteratur auf dem Programm. Die Regisseurin Blanka Rádóczy hat ihre ursprünglich für die vergangene Saison geplante Bearbeitung von Stanisław Lems SOLARIS angesichts der Erfahrungen des letzten Jahres noch einmal ganz neu aufgerollt. Hausautor und Regisseur Armin Petras knüpft sich währenddessen Gerhart Hauptmanns Biberpelz vor und stellt starke Frauenfiguren ins Zentrum seiner Konzeption.

Auch das Musiktheater übersetzt seine Stoffe vom Gestern ins Heute. Von langer Hand geplante Inszenierungen sind in der Stille des letzten Jahres gewachsen und finden nun in veränderter Gestalt ihren Weg auf die Bühnen des Staatstheaters. Die stellvertretende Operndirektorin Jasmina Hadžiahmetović nimmt in ihrer Inszenierung von OTELLO den Titelhelden von Verdis vorletzter Oper mit kammerspielartiger Genauigkeit in den Blick und liefert eine Seelenstudie des Menschen in Krieg und Frieden. L’ORFEO in der Regie von Claudia Meyer – ursprünglich für die Kammerbühne gedacht – bekommt im Großen Haus den nötigen Raum für eine psychologisch feinfühlige, bildstarke Suche nach dem verlorenen Anderen, der toten Eurydike.

Der Komponist Michael Wilhelmi hat die Musik aus Monteverdis Oper von 1607 bearbeitet und durch Neukompositionen ergänzt. Ein Höhepunkt der Spielzeit führt wie in der vergangenen Saison in eines unserer östlichen Nachbarländer: Mit KRÓL ROGER von Karol Szymanowski setzt das Musiktheater ein großes Werk der polnischen Oper auf den Spielplan. Selbsterkenntnis, Toleranz, Freiheit und die Kraft des Glaubens bilden den Kern dieses modernen Mysterienspiels, mit dem der junge polnische Regisseur Krystian Lada sein Hausdebüt in Cottbus gibt. Mit Mozarts LE NOZZE DI FIGARO kann das Musiktheaterensemble ein weiteres Mal seine Spielfreude unter Beweis stellen, während Intendant Stephan Märki dem Cottbuser Publikum im Juli endlich seine Berner Erfolgsproduktion von CARMEN präsentieren darf. Mit LEBENSRHYTHMEN geht das Musiktheater zusammen mit der Schlagzeugerin Robyn Schulkowsky derweil auf die Cottbuser Bürgerinnen und Bürger zu, fragt nach ihren Geschichten und Liedern.

Das partizipative Musiktheaterjugendprojekt DIE KUNST DER GABE bringt über die gesamte Saison junge Menschen aus Polen und Deutschland zusammen, während sich Cottbuser Jugendliche im Theaterjugendclub auf neue Begegnungen freuen können. Selbstverständlich führt das Junge Staatstheater sein Angebot für Schulen und Familien in allen vier Sparten fort. Mit MIO, MEIN MIO erscheint im Schauspiel zur Weihnachtszeit ein Märchenstück für Kinder, parallel dazu entwickelt das Musiktheater mit DAS WELTTIERPARLAMENT eine musikalische Fabel über politisches Handeln für Kinder ab 8 Jahren. Im Ballett können Abenteuerbegeisterte ab fünf Jahren den Tänzerinnen und Tänzern auf der Großen Bühne zusehen bei ihrer REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE. Auch das Orchester setzt seine zahlreichen beliebten Konzertformate für Kinder und Jugendliche fort und kommt für Instrumentenvorstellungen sogar digital in die Schulen. Mit den SANDKASTENKONZERTEN startet in dieser Saison außerdem ein mobiles Konzertformat für Kitas.

Das Ballett stellt seine Spielzeit unter das Motto „Junge Choreografen im Kontext erfahrener Meister“. Das lang geplante Triptychon STRAW!NSKY verbindet drei Choreografien auf die Musik des großen Avantgardekomponisten: PETRUSCHKA, LE SACRE DU PRINTEMPS und – als kurzes Intermezzo zwischen diesen beiden – PIANO RAG MUSIC + TANGO, eine Choreografie des früh verstorbenen Ballettdirektors der Oper Leipzig Uwe Scholz. JUNGE CHOREOGRAFEN heißt das von Ballettdirektor Dirk Neumann initiierte Nachwuchsprogramm der Sparte: Hier erhalten Mitglieder des Ensembles die Möglichkeit, selbst choreografisch zu arbeiten und ihre Kreationen mit den Kolleginnen und Kollegen umzusetzen. Im Sommer 2022 erobert das Ballett schließlich mit den DREI MUSKETIEREN den Innenhof der Alvensleben-Kaserne.

Auch das Orchester geht mit eigens entwickelten Konzertformaten auf das Publikum zu. Die von GMD Alexander Merzyn ins Leben gerufene neue Reihe UNTER DER LUPE führt in große Werke der Musikgeschichte ein. In den PHILHARMONISCHEN KONZERTEN geht es dieses Mal um die existentielle Frage nach dem Glauben. Woran haben Komponistinnen und Komponisten aller Zeiten geglaubt, was hat ihrer Arbeit, was ihrem Leben einen Sinn verliehen? Vom religiösen Glauben über den Glauben an politische Systeme, die Familie, die Liebe oder die eigene Berufung fallen die musikalischen Antworten so verschieden aus wie die Lebenswelten und Charaktere der einzelnen Künstlerinnen und Künstler. Die russische Komponistin Sofia Gubaidulina, die in diesem Jahr 90 Jahre alt wird, ist als Spielzeitkomponistin mit gleich drei Stücken vertreten. Für Gubaidulinas berühmtes Violinkonzert OFFERTORIUM kehrt die Geigerin Antje Weithaas, Cottbuser „Artist-in-Residence“ in der Spielzeit 19.20, ein weiteres Mal ans Staatstheater zurück. Die Pianistin Mariam Batsashvili wiederum ist mit Clara Schumanns Klavierkonzert in A-Dur erstmals zu Gast in Cottbus. Einen Saisonhöhepunkt bildet gleich im 1. Philharmonischen Konzert das Violinkonzert von Johannes Brahms, für das Christian Tetzlaff als Solist gewonnen werden konnte. Daneben stehen zahlreiche weitere Solokonzerte mit aufstrebenden jungen Virtuosinnen und Virtuosen auf dem Programm. Gastdirigenten der Saison sind u.a. Stefan Vladar und Rasmus Baumann. In großen Sinfonien von Anton Bruckner oder Dmitri Schostakowitsch kommt das Orchester unter der Leitung von GMD Alexander Merzyn endlich wieder in voller Stärke zusammen. Den Abschluss der Saison feiern die Musikerinnen und Musiker zusammen mit dem Opernchor und der Singakademie Cottbus e.V. mit Gustav Mahlers fulminanter 2. Sinfonie, der sogenannten Auferstehungssinfonie.

Informationen zum Kartenverkauf

Am 1. September 2021 beginnt der Kartenvorverkauf für die Spielzeit 21.22. Aufgrund der aktuellen Situation werden nur Karten für die Veranstaltungen bis Ende November 2021 verkauft.

Es gelten die regulären Öffnungszeiten des Besucherservice: Montag und Samstag 11 bis 14 Uhr und Dienstag bis Freitag 11 bis 18 Uhr.

Tickettelefon +49 355 7824 242, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Hinweis für den Vorstellungsbesuch

Es wird darum gebeten, sich über die für den Veranstaltungsbesuch in den Spielstätten des Staatstheaters Cottbus geltenden aktuellen Hygienebestimmungen im Besucherservice oder unter www.staatstheater-cottbus.de/news/theaterundcorona/

zu informieren.

www.staatstheater-cottbus.de

Red. / Presseinfo

Bild: Ron Petraß

Das könnte Sie auch interessieren