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Cottbus Mittwoch, 26 Mai 2021 von Redaktion

BTU Projekt "Deutsch.Digital für Studium und Beruf" wird gefördert

BTU Projekt "Deutsch.Digital für Studium und Beruf" wird gefördert

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert zukunftsweisende Projektvorhaben in Brandenburg. Drei brandenburgische Hochschulvorhaben gehören zu den Gewinnern: die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und die Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde. Die Projekte werden mit bis zu 4,2 Millionen Euro unter anderem für ihren Ansatz des gemeinsamen Lernens ausgezeichnet und unterstützt.

Digitale Projekte ausgezeichnet

Mit Gründung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre haben Bund und Länder eine Förderinstitution etabliert, mit der die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre unterstützt werden soll. Ihre allgemeine Zielsetzung ist es, die qualitativ hochwertige und international wettbewerbsfähige Lehre an den deutschen Hochschulen weiter auszubauen. Die Hochschulen sollen dabei unterstützt werden, sich schneller und besser auf neue gesellschaftliche Herausforderungen und Bedarfe aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur einzustellen.

Das ausgezeichnete Projekt der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg heißt Fach.Deutsch.Digital für Studium und Beruf. Es fördert exzellentes Lehren und Lernen an der Hochschule durch die vernetzte Entwicklung einer Deutschausbildung für internationale Studierende. Neben sprachlicher Handlungskompetenz in Studienalltag, Fach und Beruf, erwerben Studierende Sprachlern- und Studierstrategien, Schlüsselkompetenzen und digitale Grundfertigkeiten. Lehrende werden methodisch qualifiziert. Ein Webportal vernetzt Sprach- und Fachlehrende.

Im prämierten Programm für Kooperationsgruppen für digitale Lehre der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) entwickeln Lehrende strukturiert ihre Ideen und Erfahrungen mit digitalen Lehrformaten weiter und werden für ihre Teilnahme durch entlastende Maßnahmen (Deputatsreduktionen, Aufstockungen etc.) gefördert. Das Programm soll Elemente digitaler Lehre langfristig für die Studierenden praktikabel und gewinnbringend integrieren, deshalb ist studentisches Feedback ein wichtiges Element. Gleichzeitig werden freie Bildungsmaterialien gefördert.

Das Digital Innovation & Learning Lab an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde (HNEE) schafft eine strukturelle Innovation: Digitale und hybride Lehr- und Lernformen werden mit Lehrenden und Studierenden entwickelt und in neuen, digitalen Kontexten erprobt. Flexible Gruppenarbeit und informelle Interaktionen werden ermöglicht und Lernbedingungen für die Studierenden verbessert. Wissenschaftliche Erkenntnisse zu alternativer, digitaler Leistungsüberprüfung werden mit anderen brandenburgischen Hochschulen mit Blick auf curriculare Verankerung diskutiert.

Statement

Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle: „Die Zeichen stehen auf Öffnung, doch noch immer sind die Corona-Pandemie und ihre Folgen eine große Herausforderung für die Hochschulen, insbesondere für die Lehre: Studierende besuchen im Homeoffice Vorlesungen und stimmen sich aus der Ferne mit ihren Lehrenden ab. Deshalb sind Dozent*innen verstärkt auf innovative Lehrkonzepte angewiesen, die mithelfen, sich besser und schneller auf digitale Lehre einzustellen. Als Land unterstützten wir im vergangenen Jahr das digitale Lehren und Lernen mit einem Sofortprogramm in Höhe von 4 Millionen Euro. Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre setzt jetzt einen weiteren Anreiz: Sie unterstützt künftig drei innovative Lehrprojekte in Brandenburg: An der BTU entsteht ein Webportal für Sprachlernende, die Viadrina setzt ein digitales Programm zur Entwicklung neuer Online-Formate um und an der HNEE werden hybride Lehrformate entwickelt. Für mich steht fest: Die Hochschule bleibt ein Ort der individuellen Begegnungen – aber die Lehrmaterialien und Lernumgebungen werden digitaler, vernetzter, interaktiver. Die ausgezeichneten Projekte ebnen diesen Weg und unterstützen gleichzeitig die Transformation hin zu neuen Formen des Lehrens, Lernens und des Wissenstransfers. Sie sichern Zukunft ‘Made in Brandenburg‘.“

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