Cottbus Montag, 22 Februar 2021 von Redaktion / Presseinfo

Anschluss an A15. Baustart für zweiten Abschnitt der Cottbuser Ortsumgehung

Anschluss an A15. Baustart für zweiten Abschnitt der Cottbuser Ortsumgehung

In Cottbus startet in diesem Jahr eines der größten Verkehrsbauprojekte Brandenburgs. Wie das Verkehrsministerium mitteilte, beginnt der Bau des zweiten Abschnittes der Ortsumfahrung. Mit dem 57 Millionen Euro Projekt soll der Lückenschluss vom Knotenpunkt der Landesstraße L 49 mit der Bundesstraße B 168 bis zur neuen Anschlussstelle der Autobahn A 15 südöstlich von Cottbus umgesetzt werden. In diesem Zuge entstehen mehrere Brückenbauwerke, Überholabschnitte und Kontenpunkte. Die 8,2 Kilometer lange Strecke soll bis 2025 fertig sein.

Das Brandenburger Verkehrsministerium teilte dazu mit:

Mit der Errichtung der Faunabrücke im Rahmen des Baus der neuen Ortsumgehung Cottbus starten die Bauarbeiten für eines der größten Bauvorhaben des Landesbetriebs Straßenwesen in diesem Jahr. Bereits 2020 wurde die Errichtung der Faunabrücke vorbereitet, die Bauarbeiten werden ab heute fortgesetzt und sollen 2022 beendet sein. Die Bauzeit für das gesamte Projekt dauert voraussichtlich bis 2025. Guido Beermann, Verkehrsminister des Landes Brandenburg: „Die Ortsumgehung Cottbus leistet einen wichtigen Beitrag für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung in der Lausitz. So wird sie die Vernetzung des Oberzentrums Cottbus und der Lausitz mit dem Bundesfernstraßennetz erheblich verbessern. Durch den neuen Verkehrsabschnitt können zudem die verkehrliche Belastung in der Innenstadt von Cottbus und das Unfallrisiko insgesamt reduziert werden. Dabei finden auch die besonderen ökologischen Erfordernisse entlang der Strecke Berücksichtigung.“

Mit dem nun gestarteten Bau des 2. Verkehrsabschnittes der Ortsumfahrung Cottbus wird der Netzschluss des bereits fertiggestellten 1. Verkehrsabschnittes zur BAB A 15 hergestellt. Es wird ein zusammenhängender, leistungsstarker Straßenabschnitt in einer hohen Qualität ohne Ortsdurchfahren und mit ausreichenden Überholmöglichkeiten für den Verkehr geschaffen. Die Baustrecke hat eine Länge von etwa 8,2 Kilometer und reicht vom Knotenpunkt der Landesstraße L 49 mit der Bundesstraße B 168 bis zur neuen Anschlussstelle der Autobahn A 15 südöstlich von Cottbus. Damit erhält die Region eine weitere Autobahnanschlussstelle. Auch entsteht ein Knotenpunkt der B 97n mit der neuen Trasse der B 168n. Von dort wird die B 97n zur B 97 Richtung Guben geführt. Der Trassenkorridor B 97 und die Knotenpunktgestaltung B 97/ L 49 wurden unter der Beachtung von Brutplätzen des Seeadlers festgelegt. Die Planung für die Ortsumgehung Cottbus wurde nach dem Beteiligungsverfahren im Rahmen der Planfeststellung geändert. Nach Einwendungen der Bürger*innen von Kahren verläuft die Strecke gegenüber der ursprünglichen Planung 200 Meter weiter östlich der Ortschaft.

Bau bis 2025 // Kosten bei 57 Millionen Euro

Die Faunabrücke wird als biegesteifer Stahlbetonrahmen mit einer lichten Weite von ca. 22 m über die Bundesstraße B 168 (später B 97n) und einer Breite von ca. 30 m ausgeführt. Das Bauwerk verbindet die Lebensräume der Tiere in der Region, die die Brücke über etwa 15 Prozent geneigte Rampen überqueren können. Bis voraussichtlich 2025 wird die neue Kraftfahrtstraße mit Überholabschnitten und drei Knotenpunkten gebaut. Ergänzend dazu ist die Errichtung von 12 Brücken geplant, darunter sind neben der im Bau befindlichen Faunabrücke auch weitere Durchlässe für Wildtiere. Östlich von Kahren auf der B 97n wird das Wild die neue Straße unter- bzw. überqueren. Dies wird mit einer Zäunung entlang der Straße erreicht. Vier weitere Durchlässe sind für Kleintiere und Fischotter vorgesehen. Außerdem werden Wege für den landwirtschaftlichen Verkehr gebaut. Die Baukosten liegen voraussichtlich bei etwa 57 Millionen Euro. Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr an der Baustelle über zweispurige provisorisch angelegte Umfahrung vorbei geleitet. Der Landesbetrieb Straßenwesen bittet alle Verkehrsteilnehmer*innen um Rücksichtnahme und Verständnis für di beengten Verkehrsverhältnisse.

Red. / Presseinfo

 

 

 

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