Cottbus Freitag, 04 September 2020 von Redaktion

Unterführung in Cottbus erhält durchlässigen Asphalt

Die Unterführung in der Cottbuser Willy-Brandt-Straße wurde gestern, 03.09.2020 mit einem neuartigen Drainasphalt versehen. Erstmals wird in Brandenburg eine bituminöse Tragschicht aus wasserdurchlässigem Asphalt (Drainasphalt) verwendet, bei dessen Einbau zwischen Mischen und Auftragen des Asphalts maximal eine Stunde vergehen darf. Durch die neue Vorgehensweise soll en Reparaturen in den nächsten 10 - 15 Jahren vermieden werden. Insgesamt werden 180.000 Euro investiert, bisher fielen pro Jahr etwa 20.000 Euro Instandhaltungskosten an.

Im Titelinterview erklärt der zuständige Fachgebietsleiter Joachim Kollakowski was es genau mit der Aspahltschicht auf sich hat, was man sich davon verspricht und wie es weitergeht.

Wasser soll abgeleitet werden

Der Einbau erfolgte auf einem Abschnitt von 100 Metern und ermöglicht das Ableiten des eindringenden Grund- und Schichtenwassers in die Regenwasserableitung am Tiefpunkt des Troges. Dieses Wasser verursacht die immer wiederkehrenden Schäden an der Fahrbahn. Über den Drainasphalt wird, wie vorher vorhanden, wieder eine Asphaltdecke gebaut. 

LKW-Verbot bleibt, Trog nicht reparabel

Seit 10.08.2020 ist die Willy-Brandt-Straße zwischen Hainstraße/ Kahrener Straße und Stadtring voll gesperrt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich zum Ende der kommenden Woche abgeschlossen sein, dan nwird die Unterführung wieder für den Verkehr, mit Ausnahme von LKW, freigegeben. Laut zuständigem Gebietsleiter Joachim Kollakowski von der Stadtverwaltung Cottbus ist der Trog nicht grundlegend repearabel, Probleme traten aber bereits seit der Fertigstellung der Unterführung zu DDR-Zeiten auf und rühren aus der Bauweise. Einzig ein komplett neues Ersatzbauwerk würde auf Dauer Abhilfe schaffen. Die Kosten werden auf derzeit etwa 50 Millionen Euro geschätzt, es wird gehofft nach den kommenden 10 - 15 Jahren mit dem Bau beginnen zu können.

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