Cottbus Montag, 30 März 2020 von Redaktion

Initiativen nähen Masken fürs CTK. Pizzen, Döner und Burger für Belegschaft

Initiativen nähen Masken fürs CTK. Pizzen, Döner und Burger für Belegschaft

Erst in der vergangenen Woche hat das Carl-Thiem-Klinikum Cottbus einen Hilfeaufruf gestartet. Aufgrund der schlechten Versorgungslage mit Mund-Nasen-Schützen hat das Klinikum Hobby-Schneider und –Schneiderinnen um tatkräftige Unterstützung an der Nähmaschine gebeten. Und die ersten „Lieferungen“ sind bereits eingetroffen! Heute haben Pham Phuong-Nga und Nguyen Lan-Huong vom Cottbuser „Vietnam-Verein sage und schreibe 700 selbstgenähte Masken vorbeigebracht. Rund 20 Männer und Frauen haben sie in 2er Gruppen in Heimarbeit hergestellt - wobei die Männer das Zuschneiden und Bügeln der Mund-Nasen-Schütze übernommen haben. „Wir leben seit 30 Jahren in Deutschland. Und wenn etwas passiert -dann gucken wir nicht zu, dann helfen wir und halten zusammen!“ so die Beiden.

Cottbuser „Vietnam-Verein brachte 700 selbstgenähte Masken zum CTKNetzwerk „Cottbus hilft“ und Cottbusverkehr unterstützen ebenfalls

Unter dem Dach „Cottbus hilft“ haben sich verschiedene Cottbuser Initiativen und Gruppen zusammengeschlossen und ebenfalls bunte, kreative Masken genäht. Casandra Jess hat die ersten 80 vorbeigebracht. Und weitere werden folgen – d.h. das CTK wird künftig bunt!

"An der Stelle auch vielen Dank an die vielen Privatpersonen, die bereits fleißig genäht haben und die wir nicht alle einzeln erwähnen können." heißt es von der Geschäftsleitung.

Auch von Cottbusverkehr kam eine Spende an, das Unternehmen hat dem Klinikum mehrere Kartons mit Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt. "Das ist ein mehr als willkommenes Zeichen städtischer Solidarität!" ergänzt das CTK. Cottbusverkehr-Geschäftsführer Ralf Thalmann erklärt dazu: „Wir haben in den zurückliegenden Jahren regelmäßig Vorkehrungen zum Schutz vor gesundheitlichen Gefahren für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen. Dies beinhaltet auch Schutzmaßnahmen vor Infektionskrankheiten, wie beispielweise die Grippe. Neben der empfohlenen Impfung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, haben wir im Zuge dessen auch Atemschutzmasken beschafft. Wir haben alle in den letzten Tagen von den Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Schutzausrüstung für das medizinische Personal gehört. Daher haben wir nicht lange überlegt und beschlossen, im Rahmen unserer Möglichkeiten unser Carl-Thiem-Klinikum mit unseren Beständen zu unterstützen, denn dort wird gerade jede Hilfe gebraucht. Wir sehen in diesen Tagen, dass Cottbus zusammenhält und möchten einen kleinen Beitrag zur Unterstützung in unserer Stadt leisten.“

Netzwerk "Cottbushilft" übergab ebenfalls MaskenCTK bündelt medizinische Hilfsangebote

Darüber hinaus bündelt das Carl-Thiem-Klinikum unter „www.ctk.de“ ab sofort Hilfsangebote vor allem im medizinischen Bereich. Gesucht werden u.a. Pflegekräfte und Ärzte, die sich z.B. zwischenzeitlich anders beruflich orientiert haben, in dieser Ausnahmesituation aber helfen wollen. Unter „Sie wollen helfen?“ können Interessierte ihr Hilfsangebot einstellen.

"Und zu guter Letzt noch ein großer Dank an verschiedene gastronomische Einrichtungen in Cottbus. Obwohl viele aufgrund der Corona-Pandemie selbst um ihre Existenz kämpfen müssen, haben sie in der vergangenen Woche Pizzen, Döner und Burger ins CTK geschickt. Als Dank für die arbeitenden Kollegen. Diese kulinarischen Überraschungen haben ausnahmslos für sehr viel Freude gesorgt. Sie haben den Pflegerinnen und Pflegern, den Ärztinnen und Ärzten nicht nur eine leckere Pause beschert. Für viele Kollegen ist diese Zeit der Ungewissheit -das Warten auf die „Corona-Welle“ mit sehr viele Anspannung und durchaus auch mit Ängsten verbunden. Diese kleinen Gesten zeigen Ihnen aber, wie sehr ihre Tätigkeit wertgeschätzt wird." 

Cottbusverkehr half ebenfallsNetzwerk Cottbushilft und Brandenburghilft

Hintergrundinformationen zur Initiative www.Cottbushilft.de und das Netzwerk www.Brandenburghilft.de

Die regionalen Initiativen Cottbushilft.de und lausitzhilft.de sind Teil des  Netzwerkes www.brandenburghilft.de. Initiatorin Maria Meschkat über das Netzwerk Brandenburghilft.de: „Der Grundgedanke liegt im nachbarschaftlichen Miteinander. Das solidarische Handeln – nicht im Konkurrenzdenken. Wir schließen die Lücken durch cleveres Vereinen unserer Möglichkeiten und ganzheitliches Denken. Denn uns liegt unsere Heimat am Herzen.“ Während Brandenburghilft.de einen sicheren Überblick über die Fülle an Angeboten schafft und der Vernetzung zwischen den Regionen und Städten dient, konzentriert sich Cottbushilft.de, wie auch Lausitzhilft.de, um die konkrete Unterstützung vor Ort. Das heißt, wir unterstützen Helfer in Ihrem Vorhaben, schaffen Übersichten über Möglichkeiten zu helfen, starten Aufrufe zur Unterstützung von Hilfebedürftigen und bieten eine Plattform wie Helfer nebst Hilfesuchende zusammenfinden. Als Bindeglied zwischen dem digitalen Auftritt und der Vororthilfe vermitteln wir. Denn Hilfe und Unterstützung soll auch da ankommen, wo sie gebraucht wird.

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